Spielplatz in Voerde wird abgebaut

Was mit der Fläche und den Geräten endgültig passiert, steht noch nicht fest. Die Politik berät über den Voerder Spielplatz am Mittwoch, 8. Juni.
Was mit der Fläche und den Geräten endgültig passiert, steht noch nicht fest. Die Politik berät über den Voerder Spielplatz am Mittwoch, 8. Juni.
Foto: WP

Ennepetal.  Fast fünf Jahre nach dem politischen Beschluss für das Aus hatte der Verein „Voerder helfen Voerdern“ das Ende noch hinausgezögert. Geschieht jetzt aber nicht noch ein Wunder, sind die Tage des Spielplatzes an der Lindenstraße in Voerde nun endgültig gezählt. Die Überlegungen, was mit den Spielgeräten und dem städtischen Grundstück passieren soll, laufen bereits.

Rückblick ins Jahr 2011: Es war der 26. Januar, als die Stadtverwaltung der Politik vorschlug, zu beschließen, die Spielplätze im Stadtgebiet zu reduzieren, um langfristig Kosten zu sparen und die Qualität der verbleibenden Ennepetaler Spielplätze anzuheben. Das Thema wurde zwar heiß diskutiert, am Ende votierte der Jugendhilfeausschuss allerdings einstimmig für den Vorschlag der Stadtverwaltung.

Vertrag im Juni 2011 unterzeichnet

Ende März ging die schriftliche Bitte der AsF Voerde beim damaligen Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen ein, den Spielplatz an der Lindenstraße zu erhalten. Schließlich erklärte sich der Verein „Voerder helfen Voerder“ bereit, die Patenschaft für den Spielplatz zu übernehmen. Im Juni 2011 unterzeichneten beide Seiten den Vertrag, mit dem sich der Verein dazu verpflichtet, regelmäßig den Spielplatz zu kontrollieren, ihn zu reinigen und zu pflegen sowie monatlich die Geräte auf Verschleiß zu kontrollieren, was pro Quartal auch einmal ein Fachfirma übernommen hat. Zudem stand einmal pro Jahr eine Hauptuntersuchung an und der Verein übernahm im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten Reparaturen und notwendige Neuanschaffungen.

Die Kündigung der Patenschaft kann einvernehmlich jederzeit erfolgen, einseitig mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende. Doch trotz aller Bemühungen war „Voerder helfen Voerdern“ um die Vorstände Achim Spannagel und Volker Rauleff selbst das nicht mehr möglich. „Wir mussten aus personellen Gründen die Tätigkeiten zum 30. März einstellen, weil uns schlichtweg die ehrenamtlichen Helfer fehlen“, teilt der Vorstand der Stadtverwaltung mit.

Kein Pochen auf Kündigungsfrist

Was nun? In dieser Konsequenz ist es notwendig geworden, dass die Stadtbetriebe nach knapp fünfjähriger Pause wieder pflegerische Arbeiten und Sicherheitsprüfungen an den Spielplatz übernehmen. Zudem gilt natürlich weiterhin der politische Beschluss aus dem Jahr 2011. Über eine entsprechende Vorlage der Verwaltung werden die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 8. Juni, befinden.

„Wie mit dem Begegnungsort und der Patenschaft weiter verfahren werden soll, ist nun zu beraten und gegebenenfalls neu zu beschließen“, schreibt die Verwaltung, die darauf verzichtet, auf die Kündigungsfrist zu beharren.

Laut des alten Beschlusses muss der Spielplatz nun abgebaut werden. Eine Entscheidung, was dann mit der Fläche passiert, ist noch nicht endgültig getroffen, es deutet aber alles darauf hin, dass diese zur städtischen Grünfläche, die deutlich günstiger zu pflegen ist als ein Spielplatz, wird.

Gleiches gilt für die Geräte, die laut Prüfbericht vom 10. März alle mängelfrei sind. Sie könnten auf anderen Ennepetaler Spielplätzen – beispielsweise am Platsch – wieder aufgebaut werden. Ansonsten werden sie wohl zunächst beim Betriebshof eingelagert.

 
 

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