Silscheder Tunnel Hürde fürs Rad

Bei dem schönen Wetter macht das Radfahren Vergnügen. Es könnte aber auch noch mehr Spaß in Gevelsberg machen.
Bei dem schönen Wetter macht das Radfahren Vergnügen. Es könnte aber auch noch mehr Spaß in Gevelsberg machen.
Foto: dpa

Gevelsberg..  Wege für Fortbewegungsmittel mit vier Rädern gibt es viele, aber für zwei Räder sieht die Situation schwieriger aus. Das Fachforum Radverkehr der Zukunftsschmiede Gevelsberg e.V. hat sich Mittwochabend mit dem neuen Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt, Björn Remer, getroffen, um über die aktuelle Radfahrsituation und mögliche Perspektiven zu sprechen.

Seit einiger Zeit wird der Bahntrassen-Radweg zur Einbindung der Stadt Gevelsberg in das regionale Radwegnetz ausgebaut. Zwischen Wetter-Wengern und Gevelsberg-West wird diesem Jahr der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Auf der Stecke befinden sich der kleinere Klosterholzer Tunnel und der Silscheder Tunnel. Der Bau des Radweges durch den kleineren Tunnel ist unproblematisch, aber der Silscheder Tunnel stellt die Stadt vor Hürden. „Am nördlichen Ausgang befindet sich eine tiefe bewaldete Schlucht und da besteht große Gefahr, dass Bäume auf den Radweg fallen“, sagt der Sprecher des Radforum Georg Schäfer.

Gleichzeitig gibt es in der Umgebung des Tunnels viele Greifvögel, besondere Farne und Fledermäuse. Die Stadt setzt sich dafür ein, dass trotzdem eine Lösung gefunden wird. Auch steht sie einer Weiterführung in Richtung Schwelm und Wuppertal offen gegenüber. Geplant ist auch, dass der Ennepe Radweg in Vogelsang komplettiert wird.

Es gibt einen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt, der noch aus dem Jahr 1996 ist. In diesem Plan ist das Leitbild für den Radverkehr noch immer zeitgemäß. „Das Maßnahmenkonzept Radverkehr ist in Teilen längst umgesetzt worden und an den anderen Teilen arbeiten wir noch“, erklärt Schäfer.

Fahrradschutzstreifen

Zu den umgesetzten Teilen gehören ein Fahrradschutzstreifen an der Haßlinghauser Straße und die Fortführung des Ennepe-Radweges bis Vogelsang mit Unterquerung der Eichholzstraße. Das Radforum der Zukunftsschmiede setzt sich noch für Fahrradschutzstreifen an der Hagener Straße zwischen Drehbank und Bredde und die Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer ein. Denn ein besonderes Problem stellen die letzten Meter bis zur Innenstadt für viele Radfahrer da. Beispiele sind dafür der Bereich Königsburg, die Einmündung der Gartenstraße in der sogenannten SPD-Schleife sowie die Mittelstraße zwischen dem Nirgena und der Fußgängerzone.

 

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