Senioren bleiben in Schwelm

Das ehemalige Cuiranum-Seniorenzentrum an der Voerder Straße 12-14 in Ennepetal steht zurzeit leer. Das Gebäude sollte renoviert werden, die Bewohner zogen deshalb zunächst vorübergehend nach Schwelm. Zwischenzeitlich wohnten Pflegekräfte aus Ungarn in dem Haus, das nun möglicherweise verkauft werden soll.
Das ehemalige Cuiranum-Seniorenzentrum an der Voerder Straße 12-14 in Ennepetal steht zurzeit leer. Das Gebäude sollte renoviert werden, die Bewohner zogen deshalb zunächst vorübergehend nach Schwelm. Zwischenzeitlich wohnten Pflegekräfte aus Ungarn in dem Haus, das nun möglicherweise verkauft werden soll.
Foto: WP
Die 80 Bewohner des Curanum-Seniorenzentrums an der Voerder Straße 12-14, die im vergangenen Jahr zunächst vorübergehend nach Schwelm umgezogen waren, werden nicht nach Milspe zurückkehren.

Ennepetal..  Die 80 Bewohner des Curanum-Seniorenzentrums an der Voerder Straße 12-14, die im vergangenen Jahr zunächst vorübergehend nach Schwelm umgezogen waren, werden nicht nach Milspe zurückkehren. Das sagte Caroline Lutz, Sprecherin des Unternehmens, auf Anfrage unserer Zeitung.

„Die Bewohner haben sich super in den Betrieb in Schwelm eingelebt“, erklärte Caroline Lutz. „Das Haus dort ist auch deutlich moderner und hat zum Beispiel eine elektronische Pflegedokumentation.“ In der Seniorenresidenz am Ochsenkamp haben die Bewohner aus Milspe eine ganze Etage beziehen können.

Sanierungsbedürftiger als erwartet

Ursprünglich hatte die Curanum-Gruppe, die bundesweit 76 Senioreneinrichtungen und Pflegezentren betreibt, das Zentrum in Milspe für einen unbestimmten Zeitraum räumen wollen, um es zu sanieren. Es habe sich dann allerdings herausgestellt, dass das Gebäude deutlich sanierungsbedürftiger sei als zunächst gedacht, erläuterte Caroline Lutz.

Die Immobilie gehört dem Betreiber Curanum selbst. Das ist eher die Ausnahme, in der Regel werden die Häuser von dem Pflegespezialisten nur angemietet oder geleast. Was nun mit dem Gebäude geschehen soll, ist noch offen. „Wir prüfen derzeit noch in alle Richtungen“, erklärte die Sprecherin. Nicht äußern wollte sie sich auch zu möglichen Plänen für einen Neubau ihres Unternehmens in Ennepetal. Das gehöre alles in den Gesamtzusammenhang der noch laufenden Prüfung.

Dass es bereits einen Kontakt zwischen den Eigentümern der Immobilie und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen gegeben habe, bestätigte Ennepetals Pressesprecher Hans-Günther Adrian gestern. Der Bürgermeister habe zugesagt, bei der Suche nach Investoren oder Käufern behilflich zu sein. „Es ist auch für Ennepetal ein wichtiges Gebäude“, sagte Adrian. Es sei am Anfang der Voerder Straße „stadteingangsprägend“. Insofern liege es im Interesse der Stadt, dass es sinnvoll genutzt werde.

Zeitweilig Pflegekräfte als Bewohner

Vorübergehend hatte Curanum in einem Teil des Gebäudes junge Pflegekräfte aus Ungarn untergebracht. Diese hatten in ihrer Heimat bereits eine Fachausbildung absolviert und arbeiteten als Praktikanten in den verschiedenen Curanum-Häusern in der Region. Parallel dazu nahmen sie an Deutsch-Sprachkursen teil. Mit diesem Projekt will Curanum dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenwirken.

 
 

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