„Schwelmix“ – der Schlagloch-Schreck

Das Mischwerk Schwelm hat die Marktlücke entdeckt und bietet ab sofort Lochflick auf Straßen im "Do ist yourself"-Verfahren für Privatleute an.
Das Mischwerk Schwelm hat die Marktlücke entdeckt und bietet ab sofort Lochflick auf Straßen im "Do ist yourself"-Verfahren für Privatleute an.
Foto: WR

Schwelm. „. Das Geld liegt auf der Straße.“ Dieses Sprichwort hat Casten Schaumburg zum Programm erhoben. Der Geschäftsführer des Mischwerks Schwelm verdient mit dem Verkauf von Asphalt an Baufirmen und Kommunen seine Brötchen im Straßenbau. Mit „Schwelmix“ hofft der 46-jährige Diplom-Ingenieur nun auch die Privatkundschaft zu erobern.

Das neue Geschäftsmodell ist schnell beschrieben: Es geht um das Stopfen von Schlaglöchern. Der Großabnehmer fährt mit dem eigenen Lkw beim Mischwerk vor und lässt sich den Kaltasphalt gleich tonnenweise auf die Ladefläche schaufeln. Doch private Hauseigentümer, die ein Schlagloch auf ihrem Hof oder in der Einfahrt flicken wollten, kamen im günstigsten Fall mit dem Eimerchen vorbei, um sich ein Schäufelchen Reparaturasphalt abzuholen.

Carsten Schaumburg hat die Idee nun professionalisiert, sich mit „Schwelmix“ einen pfiffigen Namen patentrechtlich schützen lassen und 500 weiße 18-Liter-Eimer geordert. Die werden mit rund 22 Kilogramm Reparaturasphalt im Plastiksack gefüllt. Obendrauf gibt es ein Schübchen Sand zum Abstreuen der Oberfläche. Dazu kommen noch ein Paar Handschuhe, damit sich der Hobby-Straßenbauer die Finger nicht schmutzig macht. Fertig ist das „Do-it-yourself-Set“ für Asphaltcowboys, denen die Schlaglöcher auf dem heimischen Grund und Boden schon lange ein Dorn im Auge sind. Ein Angebot mit Mehrwert, denn der Plastikeimer lässt sich auch wiederverwenden.

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