Schwelmer CDU hat nun ein Gesicht

Der Stadtverband der CDU ist 70 Jahre alt. Diese Christdemokraten haben die Geschichte der Christdemokraten in Schwelm mitgestaltet
Der Stadtverband der CDU ist 70 Jahre alt. Diese Christdemokraten haben die Geschichte der Christdemokraten in Schwelm mitgestaltet
Foto: Jonas Güttler

Schwelm..  Mit der Vorstellung der Festschrift „Mitten in der Zeit - 70 Jahre Schwelmer Stadtgeschichte von der Nachkriegszeit bis heute. 70 Jahre CDU in Schwelm“ von Klaus Peter Schmitz feierte der Stadtverband der Christdemokraten seinen 70. Geburtstag mit Ehrengästen wie Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe und Parteifreunden aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis Süd.

„Wir wollen heute keine langen Reden hören, sondern das Buch bzw. die Präsentation, die Klaus Peter Schmitz für uns zusammengestellt hat, sprechen lassen“, kündigte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Matthias Kampschult, in seiner kurzen Ansprache vor den Festgästen an.

Fleißarbeit von Klaus Peter Schmitz

„Wir haben jetzt ein Gesicht“, sagte er außerdem, ohne das kommunalpolitische Verdienst der CDU und seiner Mitglieder schmälern zu wollen. Nur war es schlicht so, dass die CDU zwar viele Erinnerungen, aber kein eigenes Archiv über die eigene Parteigeschichte besaß. Mit dem Buch von Klaus Peter Schmitz hat sich das nun geändert. Auf 524 Seiten hat der Schwelmer Christdemokrat und Heimatkundler die Geschichte der CDU als Stadtverband und Fraktion in der Schwelmer Kommunalpolitik dokumentiert.

Nur eine kleine grüne Mappe mit einigen wenigen Dokumenten war der Grundstock für die Recherchen, die Klaus Peter Schmitz oftmals in das Stadtarchiv und in viele private Sammlungen im Schwelmer Stadtgebiet führte. Viele tausend Bilder hat Schmitz für sein Buch gesichtet, viele Gespräche geführt.

An 27 Themengebieten arbeitet sich der Heimatforscher in seinem Buch ab. Vom Großen wie dem Zusammenschluss der Unionspartei 1945 und den ersten Gründung der neuen Partei „CDU“ zwischen 1945 und 1949, bis hin zur Schwelmer Stadtgeschichte, den städtebaulichen Projekten, die das Stadtbild prägten, dem Besuch von Helmut Kohl 1980und Franz- Josef Strauss. Viele den Schwelmern bekannte Namen fallen immer wieder. Paul Frech ist einer von ihnen, der Ehrenvorsitzende der Schwelmer CDU, Friedrich-Wilhelm Nockemann, ebenfalls. Man legt Wert auf das christliche Fundament, dass „die CDU zum verlässlichen Partner“ mache. „Nur wenige Monate nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die CDU, am 23. August hier in Schwelm gegründet. Es ist das Verdienst von Klaus Peter Schmitz, dass wir es jetzt genau wissen“, dankte Kampschulte den Autoren für den erhellenden Blick in die Geschichte und verdeutlichte, wie sehr sich die CDU Schwelm im mit dem städtischen Leben verbunden fühlt. Immer wieder betonen der Chronist Schmitz und der Stadtverbandsvorsitzende Kampschulte das christliche Menschenbild als prägendes Motiv für alles politische Engagement. Dem Leitgedanken des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Paul Frech, der aus dem Buch Jeremia zitierte: „Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl“, sieht der Parteivorsitzende Kampschulte auch heute noch als prägenden Gedanken, in dem das christliche Grundverständnis aufs Beste mit den kommunalpolitischen Geschicken seiner Partei verknüpft ist.

Flüchtlinge willkommen heißen

Kampschulte appellierte, dieses Bild auch in der aktuellen Flüchtlingsdebatte zu berücksichtigen. „Wir müssen Flüchtlinge begrüßen und willkommen heißen. Das haben wir nach dem Zweiten Weltkrieg geschafft, das haben wir nach der Wiedervereinigung geschafft, das schaffen wir jetzt auch.“

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