Schlechte Note von Radlern

Gevelsberg.  Lediglich die Note 4,2 gaben Gevelsberger Radfahrer ihrer Heimatstadt beim Fahrradklima-Test des ADFC (allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.), dessen Ergebnisse in der vergangenen Woche im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin vorgestellt worden sind. 2012 hatte es für Gevelsberg immerhin noch zur Note 3,99 gereicht, so die eigenen Angaben des Fahrrad-Clubs.

Recht positiv schnitt Gevelsberg bei der Erreichbarkeit der Innenstadt (Note 3,0), der Möglichkeit des zügigen Radfahrens (3,1) und der geringen Zahl von Fahrraddiebstählen (3.2) ab. Auf der Negativseite finden sich Hindernisse auf Radwegen, die fehlende Führung an Baustellen (jeweils 4,9), die fehlende Werbung für das Radfahren, die fehlende Falschparkerkontrolle auf Radwegen (jeweils 5,0) und der fehlende Winterdienst auf Radwegen (5,1).

Öffnung der Einbahnstraßen

Auffallend im Vergleich zu anderen Kommunen sei das Abschneiden bei der Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung, meint der ADFC. Hier liegt Gevelsberg 1,5 Notenpunkte unter dem Durchschnitt aller Städte und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von unter 50 000. Hier besteht offensichtlich der größte Nachholbedarf in Gevelsberg, zumal die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung nach der Novelle der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahre 2009 der Regelfall sein sollte, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 30 Stundenkilometer beträgt.