Rückzahlung von Elternbeiträgen im Kitastreik gefordert

Am Dienstag zogen Mitarbeiter aus dem Sozial- und Erziehungsdienst aus Witten. Lünen und Ennepetal im Rahmen des Streiks an Kindertagesstätten durch die Fußgängerzone in Milspe.
Am Dienstag zogen Mitarbeiter aus dem Sozial- und Erziehungsdienst aus Witten. Lünen und Ennepetal im Rahmen des Streiks an Kindertagesstätten durch die Fußgängerzone in Milspe.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Fraktionen der CDU, FDP, FWE und der Grünen im Rat der Stadt Ennepetal haben mit der gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin Imke Heymann den Antrag gestellt, dass die Elternbeiträge für Kinder erstattet werden, die vom Streik in Ennepetal betroffen waren.

Am 21. April waren die Tarifverhandlungen für die kommunalen Kita-Erzieher und Sozialarbeiter abgebrochen worden. Seit dem 8. Mai wurde gestreikt. Die Ennepetaler Erzieherinnen und Erzieher schlossen sich am 1. Juni an.

Notgruppe im Mehrgenerationenhaus

Lange wurde in den städtischen Kitas erst einmal nicht gestreikt. Seit Montag waren die Kindergärten Heide, Fliednerhaus, Hasperbach und Haus Ennepetal geschlossen, eine Notgruppe im Mehrgenerationenhaus stand für die Kinderbetreuung parat. Zehn Kinder hatten dieses Angebot genutzt, teilt Stadtsprecher Hans-Günther Adrian auf Anfrage mit.

Nachdem sich nun die Tarifparteien auf eine Schlichtung geeinigt haben, kehrt vorläufig wieder Ruhe in den städtischen Einrichtungen ein. Die Kitas in Hasperbach und im Fliednerhaus sind seit gestern wieder geöffnet.

In den Kitas Heide und Mehrgenerationenhaus geht es am Montag los. Imke Heymann betont, dass die Eltern während der Streikzeit erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt seien, um die Betreuung ihrer Kinder sicher zu stellen.

Ohne bürokratische Hürden

Heymann: „Da die Stadt in den geschlossenen Einrichtungen in dieser Zeit ihre Leistung nicht erbringt und auch keine Personalkosten für die streikenden Mitarbeiter bezahlt, halten wir es nicht für gerechtfertigt, während dieser Zeit Elternbeiträge zu erheben.“ Es werde daher beantragt, dass die Elternbeiträge für die Kinder erstattet werden, deren Einrichtung geschlossen war und die nicht in der Notgruppe untergebracht waren. „Dies soll ohne bürokratische Hürden unaufgefordert durch die Verwaltung erfolgen, d.h. ein gesonderter Antrag der betroffenen Eltern soll hierzu nicht erforderlich sein“, schreibt Heymann in dem Antrag.

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