Rettungsaktion im Park

„Fünf, höchstens zehn Minuten", so Dirk Angermann (hinten, Mitte) von den Technischen Betrieben, würden Metalldiebe mit dem passenden Werkzeug benötigen, um die Figur zu entfernen. Der stell. Leiter der Grünabteilung und seine Kollegen, darunter die Auszubildenden, legten den Betonsockel frei und brachten die Figur anschließend an einen sicheren Ort.
„Fünf, höchstens zehn Minuten", so Dirk Angermann (hinten, Mitte) von den Technischen Betrieben, würden Metalldiebe mit dem passenden Werkzeug benötigen, um die Figur zu entfernen. Der stell. Leiter der Grünabteilung und seine Kollegen, darunter die Auszubildenden, legten den Betonsockel frei und brachten die Figur anschließend an einen sicheren Ort.
Foto: Stadt Schwelm

Schwelm.. Den Metalldieben ist nicht mehr heilig: Vor gut einem Jahr hatten sie in Silschede eine Messingtafel, auf der die Geschichte der Gemeinde in Kurzform niedergeschrieben war, mitgehen lassen. Vor drei Tagen nun wurden zwei Tafeln auf der Schwelmer Sophienhöhe im Bereich des Ehrenmals gestohlen. Die Polizei befasst sich bereits mit dem Vorgang.

Die Zunahme der Metalldiebstähle hat die Stadt alarmiert. Nach einem Beschluss der Verwaltung haben gestern Morgen die Technischen Betriebe Schwelm (TBS) die Skulptur des „Mädchens auf der Schildkröte“ aus dem Bahnhofspark sicherheitshalber entfernt. „Schließlich kann niemand dafür garantieren, dass nicht auch die fast lebensgroße Bronzefigur bei Nacht und Nebel verschwindet“, so Stadt-Sprecherin Heike Rudolph. Das künstlerisch qualitätsvolle Exponat erhielt die Stadt aus dem Nachlass der Schwelmer Familie Tillmann; es steht seit 1960 im Bahnhofspark.

Vorsorgliches Handeln

Die Verwaltung ist mit ihrer Sorge nicht allein. Sie weiß den Verein für Heimatkunde und den Arbeitskreis „Stadtattraktivität“ der GSWS an ihrer Seite. Dort macht man sich schon länger Gedanken darüber, dass die beliebte Skulptur ins Blickfeld von Metalldieben geraten könnte, zumal nachts keinerlei Sozialkontrolle an diesem Standort gegeben ist. Vereinsvorsitzende Anne Peter dankt der Stadt für das vorläufige Verbringen der Figur an einen sicheren Ort. „Wir würden gerne gemeinsam mit Schwelmer Bürgern einen anderen Blickfang der Figur anfertigen lassen, das dann anstelle des Originals aufgestellt werden könnte“.

Erst vor wenigen Jahren hatte die Grünflächenabteilung der TBS den Bahnhofspark sehr ansprechend gestaltet, und auch der Bereich um das „Mädchen auf der Schildkröte“ wurde - auf Anregung des Arbeitskreises „Stadtattraktivität“ - liebevoll hergerichtet und in Folge auch von Mitgliedern des Arbeitskreises gepflegt. Die Stadt weiß, dass viele Bürger sich sehr mit der schönen Figur identifizieren und bittet um Verständnis für diese Sicherungsmaßnahme.

 
 

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