Radler wollen Barrieren aus dem Weg räumen

Carmen Thomaschewski
Die Arbeitsgruppe ProRad-EN bei ihrer ersten Sitzung.
Die Arbeitsgruppe ProRad-EN bei ihrer ersten Sitzung.
Foto: WP

Ennepetal.  Ihre große Leidenschaft ist das Fahrrad fahren. Doch ihr Ziel ist es nicht nur, sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen und die Ennepetaler Landschaft zu genießen: Sie wollen Barrieren aus dem Weg räumen, die sich für die Radler auf dem Stadtgebiet immer wieder auftun. Die Gruppe ProRad-EN hat sich zum Ziel gemacht, auf Probleme hinzuweisen und Verbesserungen zu erreichen, all das in Kooperation mit der Stadt. Auch wenn sie die Initiative erst im Januar gründete, hat sie schon viele Themen auf ihrem „Fahrplan“.

Beschilderung

Manch eine Beschilderung für Radfahrer sei verbesserungswürdig an einigen Stellen fehlen sie ganz, und vor allem Abkürzungen könnten besser gekennzeichnet sein, haben die Radfreunde die Verwaltung bereits wissen lassen und eine entsprechende Liste aufgestellt. Die Stadt will sich nun über Besitzverhältnisse von Flächen schlau machen und die Vorschläge prüfen.

Enneperunde

Der Lückenschluss der Enneperunde in Hasperbach liegt den Radlern besonders am Herzen. Der Start der vom Land geförderte Maßnahme in Hasperbach war eigentlich für dieses Jahr vorgesehen, doch dieser Termin könne nicht gehalten werden, erklärt Ulrich Höhl von der Stadtverwaltung. Denn nun will auch der Landesbetrieb Straßenbau die Straße sanieren.

Aus der Einzelmaßnahme wird damit ein Großprojekt, das längeren Vorlauf benötigt. Nach derzeitigem Stand werden die etwa 650 Meter Radweg zwischen dem Getränkehandel Quast und Schmolz und Bickenbach 2016 fertig gestellt.

Radweg auf L700

Nach der Fertigstellung der Stützmauer in Höhe der Firma ESM an der L700, der ehemaligen B7, soll der Bereich einen kombinierten Geh- und Radweg erhalten. Das sei vom Landesbetrieb versichert wordne, betont Höhl. Es habe vor wenigen Tagen ein Treffen gegeben, bislang hatten die Radfreunde befürchtet, dass der Bereich keinen Radweg erhält und immer wieder nachgehakt. Wie man einen Radweg bei Stockey und Schmitz, sowie von der Friedrichstraße bis zum Bahndamm realisieren kann, das sei noch nicht geklärt, so Höhl.

Hembecker Talstraße

Erst wenn die Baustelle bei ESM fertig ist, geht es an den Kreisverkehr an der L 700 in Höhe der Hembecker Talstraße. In dem Konzept des Planungsbüros ist vorgesehen, die Radler in der Fahrbahn mitzuführen, sie nicht über den Seitenraum zu lenken. Im fließenden Verkehr sei die Gefährdung für Radfahrer geringer, so die Argumentation dafür. Dies sorgt bei den Gruppe ProRad-EN für Bauchschmerzen, schreibt Jürgen Hofmann in dem Protokoll der vergangenen Sitzung.

Ideen und Vorschläge

An der Idee, mehr Themenrouten zu konzipieren sei die Stadt ebenso dran wie am Bahnhof Abstellanlagen zu installieren. Auch die Beseitigung von Drängelgittern sei Thema. In Oberbauer ist eins vor etwa zwei Wochen vom Landesbetrieb abmontiert worden, erklärt Ulrich Höhl. Am Sonntag, wenn die Radler wieder auf Tour sind, werden sie sicherlich neue Schwachstellen auf Ennepetals Straßen ansteuern und darauf hinweisen.