Protest gegen Hüsgen-Kandidatur

Ennepetal. Die Kandidatur des ehemaligen NPD-Mitglieds und André Hüsgen zum Integrationsrat sorgt für großen Unmut in der Bevölkerung und bei den Verbänden. Hüsgen forderte zunächst einen Re-Integrationsrat für die ausländerfeindliche NPD. Nun kandidiert er selbst für den Integrationsrat. Die Befürchtung, dass er die Absicht hat, diesen für ausländerfeindliche Belange zu missbrauchen, ist groß.

Unter Federführung der Ennepetaler Historikerin Christine Hohmann steckten viele Bürger, Verbände und Parteien und Organisationen ihre Köpfe zusammen und verfassten die folgende Erklärung:

„Am Sonntag, den 27. März 2011, findet im Rathaus, Bismarckstraße 21, Zimmer 21, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr, die Wahl zum Integrationsrat statt. In dieses Gremium sollen alle Ennepetaler Migrantinnen und Migranten diejenigen wählen, denen sie zutrauen, dass sie sich im Rat der Stadt verantwortungsvoll für ihre besonderen Interessen und Belange einsetzen.

In welchem Maße es Ihnen, den zugewanderten Ennepetalerinnen und Ennepetalern, gelingt, selbstbestimmend und demokratisch für Ihre eigenen Anliegen eintreten zu können, hängt sehr entscheidend davon ab, wem Sie am 27. März Ihr Vertrauen geben.

Die Kandidaten stehen inzwischen fest. Unter ihnen befindet sich André Hüsgen. Er ist Mitglied des Rates der Stadt. Herr Hüsgen war ehemals Mitglied der NPD, die für eine ausländerfeindliche Politik steht. Jetzt ist er bei Pro NRW, einer Partei, die Minderheiten, insbesondere Migranten, in menschenrechtswidriger Weise diskriminiert und ausgrenzt. Die Unterzeichner dieser Erklärung machen darauf aufmerksam, dass Herr Hüsgen aufgrund seiner integrationsfeindlichen Ansichten völlig ungeeignet ist, sich für Ihre Belange einzusetzen. So vertritt Herr Hüsgen die These der „Re-Integration“; er verfolgt damit das Ziel der Rückkehr der Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer.

Wir, Ennepetaler Privatpersonen, Parteien, Verbände, Organisationen, bitten Sie: Nehmen Sie Ihr Wahlrecht am 27. März wahr.

Helfen Sie mit, dass nicht jemand unter dem Deckmantel der Integration unser gemeinsames Anliegen missbraucht“

 
 

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