Pro-NRW-Demo und Anti-Demo: Alles friedlich in Schwelm

Alles friedlich in Schwelm: 250 Gegendemonstranten zeigen Flagge gegen die Rechten von Pro NRW.
Alles friedlich in Schwelm: 250 Gegendemonstranten zeigen Flagge gegen die Rechten von Pro NRW.
Foto: Stefan Scherer
Die Demo der rechtsextremen Partei Pro NRW und die Gegen-Demo der Linken in Schwelm sind friedlich verlaufen. Auch beim Friedensfest auf dem Moschee-Gelände blieb alles ruhig.

Schwelm. Mehr als 500 Polizisten sind im Einsatz gewesen, um die 54 Demonstranten der Partei Pro NRW bei ihrem Protestzug in Schwelm vor Gegendemonstranten abzuschirmen. Die Rechtsextremen wetterten mit Transparenten und Deutschland-Fahnen gegen den geplanten Neubau der DiTiB-Moschee an der Hattinger Straße in Schwelm.

250 Gegendemonstranten zeigen Flagge

Auf der anderen Seite erschienen 250 Gegendemonstranten (auch aus dem Ruhrgebiet) im Schwelmer Stadtgebiet, um Flagge gegen Rechts zu zeigen. Sie standen mit Plakaten und Spruchbänden hinter Absperrgittern in Sichtweite der Rechten auf dem Platz vor dem Parkhotel. Das Motto der Linken: "Der Kreis ist bunt: "Ennepe Ruhr stellt sich quer".

Die Demo von Pro NRW begann mit einer Kundgebung am Bahnhof und endete dort auch wieder. Der Protestmarsch führte teilweise über die Bundesstraße 7 - auch vorbei am Gelände, wo die geplante Moschee enstehen soll und zeitgleich ein Friedensfest stattfand. Erstes Fazit der Polizei: "Beide Veranstaltungen verliefen ohne Störungen und alle Beteiligten hielten sich an die getroffenen Absprachen."

Die türkisch-islamische Gemeinde DiTiB, die christlichen Gemeinden sowie die demokratischen Parteien der Kreisstadt hatten zu einer friedlichen Solidaritätsbekundung auf den Moschee-Gelände an der Hattinger Straße eingeladen. Etwa 250 Besucher waren im Laufe des Nachmittages gekommen, um das Friedensfest zu feiern. Alle standen auf gegen rechte Gesinnung.

Roeseler führt Rechten-Aufmarsch an

Der Rechten-Aufmarsch wurde angeführt von Dominik Horst Roeseler, dem Vizevorsitzenden von Pro NRW. Er ist auch verantwortlich für die HoGeSa-Demonstrationen in Nordrhein-Westfalen. Das Linksbündnis hatte sich in Schwelm unter dem Namen "ENSSQ" formiert: "Ennepe Ruhr stellt sich quer" - und zwar eindrucksvoll! "No Nazis" schallte es über die Straße.

 
 

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