Perfekte ländliche Idylle rund um die Kirche

Kuh und Kirche: Während der Vorsitzende des Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinde,  Jens Knüppel, das Tier hält, erläutert Landwirt Dirk Kalthaus (im Hintergrund)
Kuh und Kirche: Während der Vorsitzende des Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinde, Jens Knüppel, das Tier hält, erläutert Landwirt Dirk Kalthaus (im Hintergrund)
Foto: WP

Ennepetal..  Der Bauern- und Erlebnismarkt, an diesem Wochenende zum 13. Mal veranstaltet vom Förderverein der Evangelischen Kirche, ist eine Erfolgsgeschichte. Wieder strömten Menschen, darunter auffallend viele Familien, nach Rüggeberg, um in dörflicher Atmosphäre rund um die Kirche zu schlendern, ein großes Angebot an schönen Dingen zu sehen und auch zu erwerben.

Am Samstagmittag, als die Sonne so wunderbar schien, war die Idylle perfekt. In einer offenen Jurte der St. Georgs Pfadfinder aus Milspe saßen Jung und Alt, in der Mitte loderte das Lagerfeuer, und Kinder hielten ihr Stockbrot darüber. Wenige Meter weiter standen Pferde im Mittelpunkt des Interesses von Kindern. Ponys ließen sich streicheln, Hühner und Zwergkaninchen bewundern. Ein Fest für kleinere Mädchen und Jungen: Pia Ochsenhirts Zwergziegen. Auch hier durfte gestreichelt werden. Die Großen staunten, als sie erfuhren, dass am Nottloh in Rüggeberg die Ziegenzucht angesiedelt ist. Jungen erkletterten Trecker, und im Schatten des Kirchturms tobten Kinder auf den Strohballen, die Gerd Michels heran geschafft hatte.

Der Sturmweg wurde zum kleinen Bouelvard. Foto: Hartmut Breyer Sturmweg ein kleiner Boulevard

Der Sturmweg war am Wochenende zu einem kleinen Boulevard geworden. Mittendrin eine Bude des Heimatvereins Rüggeberg. Dort saßen Bärbel Bettin und Ursel Au, boten Elfriede Dresels Schwarzbrot an. Auch die neuen Broschüren des Heimatvereins „Bäche, Becken, Quellen“ und „Vatellkes“ fanden dort Käufer. Der Autor selbst, Werner Balke, Ehrenvorsitzender des Heimatvereins Rüggeberg, deckte währenddessen den Kaffeetisch für das Kirchcafé im Gemeindehaus. Dort hatten fleißige Helferinnen um „Chefin“ Margot Steffen eine große Torten- und Kuchenparade zu verwalten. Lange Schlangen bildeten sich an beiden Tagen an der Theke. Die 2. Vorsitzende des Heimatvereins, Marion Tigges-Haar, war als „Service-Kraft“ unterwegs. Im Nebenraum versorgte Winfried Bettin die Gäste. Dort organisierte auch Sabine Kind mit ihrer Mutter Marie-Luis Neuwirth (Breckerfeld) eine Verlosung zugunsten der Peter-Maffay-Stiftung, die „Schutzräume für verletzte Kinderseelen“ schafft und schon zahlreiche Einrichtungen zu bieten hat.

Das ganze Dorf beteiligt

Immer auf dem Markt unterwegs waren der Vorsitzende des Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinde, Jens Knüppel, und der Vorsitzende des Heimatvereins Rüggeberg, Friedrich Rothenberg. Überhaupt hatte man als Besucher den Eindruck, dass ganz Rüggeberg irgendwie etwas mit dem Bauern- und Erlebnismarkt zu tun hat, sei es als Akteur oder als Flaneur. Wer wirklich alle Stände begutachtet hatte, Schmuck, Gartengeräte, Kräuterprodukte, Heizsysteme, Wolle und die Schieferschmiede, sowie die Christliche Bücherstube gesehen und dann über den Kirchplatz gehend den Stand des Kindergartens Oberlinhaus passiert hatte, hörte dann noch die Stimme von Jürgen Burggräf: „Nehmen Sie Spargel mit!“

Am Sonntag, an dem es richtig voll wurde, rund um die Kirche, hatte dann auch Landwirt Dirk Kalthaus einige Kühe auf die Gemeindewiese an der Kirche gebracht. Der Rüggeberger, der auch Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands ist, informierte – während Jens Knüppel das Tier eigenhändig im Zaum hielt – über seine Milchkühe. Von der Geburt über das „Teenageralter“ bis zur Mutterschaft erklärte Dirk Kalthaus, wie die Tiere auf seinem Hof so leben. Zahlen zur Milchleistung, zum Wasser- und Futterverbrauch hatte er auch parat. Eigentlich wollte Kalthaus schon am Samstag mit seinen Tieren auf dem Bauernmarkt dabei sein. Doch bei einer Kuh auf seinem Hof musste ein Kaiserschnitt vorgenommen werden, was ihn natürlich in Anspruch nahm.

„Wir sind bisher voll zufrieden“, meinte Jens Knüppel, Vorsitzender des Fördervereins der Evangelischen Kirche, der den Bauern- udn Erlebnismarkt in Rüggeberg veranstaltet, gestern Nachmittag. „Das Wetter ist absolut auf unserer Seite“, sagte er. Er habe am Samstag ungefähr 20 verschiedene Wettervorhersagen gesehen, „und keine hat gestimmt“, so Knüppel. „Die ganze Atmosphäre macht Spaß“, stellte er fest. Auch die neu in Rüggeberg vertretetenen Händler hätten sich „super integriert“. Einer von ihnen, der wegen eines anderen Termins nur am Samstag mit seinem Stand auf dem Markt stehen konnte, hätte ihm schon gesagt, dass er im kommenden Jahr an beiden Tagen dabei sein wolle.

 
 

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