Ovationen für das Studienstiftungsorchester NRW

Gevelsberg.  Nicht nur der „Gevelsberger Frühling“ mit verkaufsoffenem Sonntag und das schöne Wetter sorgten am Wochenende für gute Laune in der City. Auch das Konzert des Studienstiftungsorchesters NRW unter dem Titel „Frühlingserwachen“ verbreitete Frühlingsstimmung. Leidenschaft und Spaß, kombiniert mit musikalischem Können, bescherten den Besuchern im Zentrum für Kirche und Kultur einen gelungenen Abend.

Vor vier Jahren gegründet

Das vor vier Jahren auf Initiative des Dirigenten und Komponisten G.A. Mayrhof gegründete Orchester trat das erste Mal unter der Leitung seines neuen Dirigenten Adam Szmidt auf. Stipendiaten und Alumni der verschiedensten Fachrichtungen der Studienstiftung des Deutschen Volkes hatten an zwei Probenwochenden in der Gevelsberger Musikschule ein anspruchsvolles Programm einstudiert.

Unterhaltsam fröhlich eröffneten die Musiker den Abend mit W.A. Mozarts Ouvertüre zur Zauberflöte. Mit sinnvollen Tempi und dynamischem Facettenreichtum sorgte Szmidt für eine gelungene Interpretation des zu Zeiten Mozarts höchst revolutionären Stückes.

Im Anschluss folgte L. v. Beethovens 1. Symphonie. Mit ihrer Vollendung hatte Beethoven aus Respekt vor der großen Gattung viele Jahre gezögert.

Große musikalische Bandbreite und ein homogenes Zusammenspiel der Instrumentengruppen zeichneten die Interpretation des viersätzigen Werks aus. Kraftvoll endete der vierte Satz und bescherte dem Orchester großen Beifall.

Nach der Pause lud P. Mascagni mit dem „Intermezzo aus Cavalleria rusticana“, vielen bekannt als Filmmusik zum Klassiker „Der Pate“, zum Träumen ein. Leise beginnend entwickelte sich die Melodie in intensiven Bögen und verbreiteten eine zauberhafte Stimmung.

Als letztes Werk brachten die Musiker P. Tschaikowskis Nussknacker-Suite zu Gehör. In der Suite hatte der Komponist die Highlights seines gleichnamigen Balletts für den Konzertsaal zusammengefasst. Charmant vermochte Szmidt das Orchester zu Höchstleistungen herauszufordern. Besonders hervorzuheben ist das Spiel der Querflöten in der Ouvertüre und die temperamentvoll mitreißende Interpretation des russischen Tanzes. Nur die Pausen zwischen den Stücken waren zum Teil etwas lang und behinderten den Fluss. Verena Albrecht führte das begeisterte Publikum sympathisch und informativ durch das Programm. Mit großem Beifall und Standing-Ovations belohnten die Zuhörer die Mitwirkenden. Diese bedankte sich wiederum mit Brahms berühmtem „Ungarischem Tanz Nr. 5“ als Zugabe.

 
 

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