Ökumenisches Zentrum

Ökumenisches Zentrum Heilig Geist in Schwelm Sedanstraße Foto: Bernd Richter
Ökumenisches Zentrum Heilig Geist in Schwelm Sedanstraße Foto: Bernd Richter
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Schwelm.. Die Tage der Heilig-Geist-Kirche als Ökumenisches Zentrum sind gezählt. Zum Ende dieses Kirchenjahres am 1. Advent kündigt die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm nach fünf Jahren die Zusammenarbeit mit der Propsteigemeinde St. Marien auf.

Uwe Rahm, Vorsitzender des Presbyteriums, nennt finanzielle Gründe für den Ausstieg. Die evangelische Kirche vor Ort hat schon seit Jahren wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 2005 zählte die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm noch 14000 Gemeindeglieder, heute sind es rund 1000 Menschen weniger. In den zurückliegenden zehn Jahren musste deshalb schon das Martin-Luther-Haus an der Holthausstraße geschlossen werden. Dem Johannes-Gemeindehaus an der Kaiserstraße droht der Abriss (auf dem Gelände soll ein Penny-Markt entstehen). Und das Gemeindehaus Linderhausen betreibt ein Förderverein.

Auf einer Gemeindeversammlung im Anschluss an den gesamtgemeindlichen Gottesdienst am kommenden Sonntag um 10.30 Uhr in der Christuskirche will das Presbyterium „über anstehende Strukturveränderungen informieren“, so die offizielle Lesart. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm wegen der rückläufigen Kirchensteuermittel mittelfristig auf das Gemeindezentrum Stadtmitte mit Petrus-Gemeindehaus und Christuskirche konzentrieren wird.

Die Aufkündigung des Mietverhältnisses bringt auch die Katholischen Kirchengemeinde als Besitzerin des Gotteshauses in Bedrängnis. Die Propsteigemeinde hat gerade ihren Umbau in Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm gemeistert. Durch die ausbleibenden Mietzahlungen fehlen ihr nun plötzlich 20 000 Euro in der Kasse. Erschwerend kommt hinzu, dass eine neue Heizung für 16 000 Euro fällig ist und mittelfristig die Fassade saniert werden muss. „Nach den Ferien wird der Kirchenvorstand in Abstimmung mit dem Gemeinderat und dem Pfarrgemeinderat entscheiden, wie es weitergeht.“, so Propst Heinz Ditmar Janousek. Für die Gemeinde steht mehr, als nur um die Zukunft der Kirche Hl. Geist auf dem Spiel. Janousek: „Es muss ein Konzept für die gesamte Liegenschaft entwickelt werden.“

 
 

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