Neues Gewerbe nach Schwelm holen

Gevelsberger Straße L 891 Richtung Wuppertal. An dieser Straße könnte das neue Gewerbegebiet entstehen
Gevelsberger Straße L 891 Richtung Wuppertal. An dieser Straße könnte das neue Gewerbegebiet entstehen
Foto: Ralf Sichelschmidt
Die CDU möchte die Diskussion um neue Gewerbeflächen in Schwelm voranbringen. Sie fordert die Stadtverwaltung auf, die Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Gewerbeflächenentwicklung des Kreises kurzfristig der Politik vorzustellen.

Schwelm..  Die Stadt Schwelm hat mit Blick auf ihre Gewerbetreibenden und potenzielle Neuansiedlungen als flächenkleinste Gemeinde Nordrhein-Westfalens ein Problem: ganz wenig Platz. Daran allein sollte die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets aber nicht scheitern, denn ein paar attraktive Flächen gibt es durchaus noch. Doch an dieser Stelle tritt das zweite große Problem der klammen Kreisstadt auf: Eine Erschließung ist kaum zu bezahlen. Deshalb scheinen insbesondere für Schwelm interkommunale Gewerbegebiete sehr attraktiv zu sein. Die CDU will die Diskussion zeitnah vorantreiben.

Zeitnahe Diskussion

Sie bittet Bürgermeister Jochen Stobbe, diesen Punkt auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am 11. März zu heben und stellt gleich den Antrag, dass die Verwaltung die Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Gewerbeflächenentwicklung des Kreises kurzfristig vorstellt und zeitnah einen Diskussionsprozess einleitet, der die Gewerbeflächenentwicklung in Schwelm zum Gegenstand hat.

„Die CDU-Fraktion ist der festen Überzeugung, dass wir für die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit Schwelmer Unternehmen sowie die Erhaltung und Schaffung von Entwicklungschancen dringend neue Gewerbeflächen in Schwelm und Umgebung benötigen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Oliver Flüshöh und bezieht sich unter anderem auf die jüngsten Mahnungen in diese Richtung von Seiten der SIHK. Nicht zuletzt hofft die Union auf steigende Gewerbesteuern, „aber auch ein patentes Mittel, um dauerhaft Steuererhöhungen zu vermeiden.“

Zwei Flächen in Schwelm

Seit heute liegt der Politik die Endfassung der Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Gewerbeflächenentwicklung vor. Stadtplaner Günter Baasner aus Berlin nahm im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises potenzielle Gewerbeflächen unter die Lupe. Im Rahmen des nunmehr anstehenden Diskussionsprozesses ist nach Auskunft der Kreisverwaltung zu berücksichtigen, dass größere neue Gewerbestandorte zunächst regionalplanerisch im neuen Regionalplan gesichert werden müssten. Nach Auskunft des zuständigen Regionalverbands Ruhr soll das Aufstellungsverfahren zu dem Plan in der zweiten Jahreshälfte beginnen.

Aus Sicht der CDU-Fraktion ist es zwingend erforderlich, dass sich die Politik in Schwelm sehr zeitnah mit dem Thema auseinandersetzt.

Vor allem weil zwei der potenziellen Flächen auf Schwelmer Stadtgebiet liegen. Einmal ist das die Fläche „Wuppertal Nord“ und einmal die Fläche „Schwelm Linderhausen“. Immer mal wieder wurde auch eine Erweiterung des Gewerbegebiets Oelkinghausen über die Schwelmer Stadtgrenze hinaus diskutiert, scheint aber weiterhin kein akutes Thema zu sein.

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