Nachwuchs-Fußballer zeigen Flagge

Bürgermeister Jochen Stobbe begrüßt im Innenhof von Haus Martfeld die Jugendmannschaften von VfB und SpVg Linderhausen. Lautstark warben die Nachwuchs-Fußballer für den Bau von zwei Kunstrasenplätzen in Linderhausen.
Bürgermeister Jochen Stobbe begrüßt im Innenhof von Haus Martfeld die Jugendmannschaften von VfB und SpVg Linderhausen. Lautstark warben die Nachwuchs-Fußballer für den Bau von zwei Kunstrasenplätzen in Linderhausen.
Foto: WP

Schwelm..  Das Pfeifkonzert war nicht zu überhören: Ein imposanter Umzug bewegte sich am Freitagabend durch den Park in Richtung Haus Martfeld. Das Ziel der mehr als 100 Jugendlichen samt erwachsener Begleiter war das Bürgergespräch zur Bebauung des Sportplatzes „Am Brunnen“, zu dem Bürgermeister Jochen Stobbe eingeladen hatte. Auf zahlreichen Plakaten hatten die Jugendmannschaften von VfB und Spielvereinigung Linderhausen ihre Forderungen niedergeschrieben und in ihren Sprechchören ließen sie keinen Zweifel aufkommen, was sie sich wünschen: „Wir sollen Kunstrasen!“

Stühle reichen nicht aus

In der ersten Etage von Haus Martfeld wurde es eng. Die aufgestellten Stuhlreihen reichten für die erschienenen Menschen bei Weitem nicht aus. Die Kinder nahmen vor den Stühlen Platz. Das Treppenhaus wurde zur Tribüne, von der aus die Bürger das Geschehen vor dem Beamer verfolgten. „Wir sind uns alle einig, dass wir die Kunstrasenplätze wollen. Doch das Wie ist die Frage“, stellte Bürgermeister Jochen Stobbe gleich zu Beginn seiner Begrüßung fest. In seiner Stadt sei es normal, dass nicht alle Bürger immer einer Meinung sind.

Für das mehr als 12 000 qm große Gelände des Fußballplatzes soll ein Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren erstellt werden. Mit dem Verkaufserlös des Platzes und bereitgestellten Mitteln von 450 000 Euro sollen dann der in Linderhausen geplante Neubau von zwei Kunstrasenplätzen samt Vereinsheim für den Fußballsport finanziert werden.

Egbert Lethmate vom Stadtentwicklungsbüro stellte anhand von neuen Entwürfen vor, wie sich die Verwaltung eine Wohnbebauung des Rasensportplatzes einmal vorstellen könnte. Längs der Hauptstraße ein Baufeld für verdichtete Bebauung, in dem Häuser, Reihenhäuser oder auch ein Riegel mit bis zu dreieinhalb Geschossen samt Tiefgarage zulässig sind. Im Inneren Bereich sieht der Stadt-Vorschlag vor, sechs Doppelhäuser und zwei Einfamilienhäuser mit maximal zwei Geschossen plus Staffelgeschoss zu erstellten.

Vorgestellt wurden Baufelder. „Wie der Entwickler die Bebauung aufteilt, liegt nicht in unserer Zuständigkeit“, sagte Bürgermeister Jochen Stobbe. Gemeint ist beispielsweise, ob auf einen Grundstück ein Doppelhaus oder ein Einfamilienhaus errichtet wird. Damit unterschieden sich die nun von der Verwaltung vorgestellten Pläne in entscheidenden Punkten von den bisherigen zwei Varianten, die seitens des Entwicklers präsentiert worden sind. Bericht folgt

 
 

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