Mutter der vermissten Maria Baumer hat noch Hoffnung

Mantrailer in Schwelm suchen weiter nach der seit einem Jahr vermissten Maria Baumer.
Mantrailer in Schwelm suchen weiter nach der seit einem Jahr vermissten Maria Baumer.
Foto: WP
Seit einem Jahr wird die 27-jährige Maria Baumer aus Muschenried im Landkreis Schwandorf (Oberpfalz) vermisst. Bei der Suche nach der Geo-Ökologin führt die heißeste Spur nach Gevelsberg und Schwelm. Mantrailing-Hunde haben die Witterung aufgenommen. Die Mutter der Vermissten hofft weiterhin auf ein Lebenszeichen.

Gevelsberg/Schwelm. Wo ist Maria Baumer? Seit einem Jahr gibt es von der 27-jährigen Geo-Ökologin aus Muschenried im Landkreis Schwandorf (Oberpfalz) kein Lebenszeichen. Am Pfingstsamstag 2012 war sie spurlos verschwunden. Die heißeste Spur führt aktuell nach Gevelsberg und Schwelm. Darüber sprach unsere Zeitung mit der Mutter der jungen Frau.

Die Polizei geht davon aus, dass die Vermisste im Juni vergangenen Jahres im Ruhrgebiet und im Rheinland auf dem Jakobsweg unterwegs war. Mehrere Mantrailing-Hunde haben unabhängig voneinander die Witterung von Maria Baumer aufgenommen. Wie es nun mit der Suche nach Maria weiter geht, darüber berät nun die Regensburger Kripo. Fest steht: „Es wird weiter nach ihr gesucht“, sagt Michael Rebele vom Regensburger Polizeipräsidium. Erleichterung auch in Muschenried? – Nein.

Familie ist weiterhin zuversichtlich

Wir erreichen Mama Baumer am Telefon. „Ja, wir sind dankbar für die Entwicklung, aber es ist keine Erleichterung für uns“, fasst sie die momentane Situation zusammen. Tief holt sie Luft und ergänzt: „Aber die Zuversicht ist gewachsen, dass sie noch lebt.“ Es sei allen nach wie vor ein Rätsel, warum Maria verschwunden ist. Denn niemand hätte etwas dagegen gehabt, wenn sie den Jakobsweg hätte gehen wollen, stellt die Mutter klar. Und: „Maria hätte es sich auch nicht verbieten lassen“.

Erleichtert sei sie allerdings dahingehend, dass nun die Verdächtigungen gegen Marias Verlobten und seine Familie hoffentlich ein Ende haben. Nach dem Verschwinden der Oberpfälzerin gab es in mehreren Internetforen eine regelrechte Hetzjagd gegen den Verlobten, die Schwester und einige Familienangehörige, klagt Mama Baumer.

Familie des Verlobten überlegt rechtliche Schritte

„Das war ganz schwer und hat uns allen sehr, sehr weh getan.“ – Vor allem die Gerüchte, die auf der Seite „Allmystery“ kursierten. Die Familie überlegt sogar, ob sie gegen die Schreiber strafrechtliche Schritte einleitet. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, sagt die Mutter der Vermissten. Bei einer Strafanzeige müsste der Forum-Betreiber die Namen der User herausgeben. Der „Allmystery“-Thread wurde inzwischen geschlossen.

Froh sei die Familie darüber, dass nicht zuletzt durch diese heiße Spur im EN-Kreis die Suche nach Maria weiter gehen wird. Der größte Wunsch der Familie lautet: „Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als dass Maria bald nach Hause kommt oder es wenigstens ein Lebenszeichen gibt.“

 
 

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