Musical „Zum Sterben schön“

Ins Ohr gehende Musik, lustig-spannende Szenen, rasante tänzerische Einlagen und auch eine gute Portion Erotik.
Ins Ohr gehende Musik, lustig-spannende Szenen, rasante tänzerische Einlagen und auch eine gute Portion Erotik.
Foto: Privat

Ennepetal..  Was macht den großen Theater-Spaß aus, der am Freitagabend im Haus Ennepetal Premiere feierte? Eine schräge, skurrile Story, ins Ohr gehende Musik, lustig-spannende Szenen, rasante tänzerische Einlagen und auch eine gute Portion Erotik. „Zum Sterben schön“, so der Titel des Musicals, auf die Bühne gebracht in Zusammenarbeit den heimischen Theatern „Trio Theater“ und „Leo-Theater“. Es war auffallend gut besucht, und vor allem jüngere Menschen bildeten das Premierenpublikum.

Das Musical basiert auf der britischen Kultfilm-Komödie „Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“ aus dem Jahr 2002. Regisseur Robin Schmale und der musikalische Leiter Denny Pflanz hatten zum Glück auch alles getan, um „tiefschwarzen Humor“ sprühen zu lassen. Tote und eine Untote, Särge, Trauerfeiern ohne aufrichtige Trauer, ein untreuer Bürgermeister, leichtbekleidete Verführung auf dem Schreibtisch und sogar sehnsuchtsvolle richtige Liebe. Schön und auch mal schräg gesungen, mal traurig, mal liebesfroh.Immer wieder bekommt das irrwitzige Musical neuen Schwung durch Tanzeinlagen, alles so zwischen Leben und Tod.

Herrlich zu sehen, wie Robin Schmale als der verrückte Bestatter Frank Featherbed tuntenhaft durch Trauerfeiern stolzierte. Eine große Leistung.

Und selbst am späten Abend, als die Vorstellung schon gelaufen und der Beifall nicht enden wollte, gab Robin Schmale seiner Komödientruppe noch einmal einen Kick. Da freute sich des Publikums Herz. Souverän in seiner Rolle als Bürgermeister war Marc Neumeister zu sehen, der noch fast neue künstlerische Leiter des Leo-Theaters. Katharina Paul glänzte als die betrogene Bürgermeistersfrau.

Livemusik mit sechsköpfiger Band

Denny Pflanz spielte den verträumten und einsamen Bestatter Boris Plots, in seinem Beruf Platzhirsch am Orte, und, wie es sich in so einer Geschichte gehört, auch langjährige Verehrerin der traurigen Bürgermeisterfrau.

Es wäre ungerecht, die anderen Darsteller nicht zu erwähnen. Da sind Luc Packlidat, Svenja Dee, Johanna Paul, Julia Böbel, Kai Land, Lina Duschek, Peter Hartwig, Josie Sparenberg, Jacqueline Kellner und Franziska Paul, ein homogenes Ensemble. Auch das ist nicht alltäglich in der freien Theaterlandschaft: Eine sechsköpfige Band sorgte für Livemusik. Es sind Stephan Mehl, Peter Thiebes, Andreas Gottschlich, Patricia Mehl, Hans-Martin Schnittker und Marvin Mehl, die alle namhaften Orchestern angehören.

 
 

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