Mondscheinbummel rundet das Jahr perfekt ab

Wieder einmal ist die Stadt voll – zu den Sonderverkaufstagen in Gevelsberg kommt mittlerweile jeder Zweite von außerhalb.
Wieder einmal ist die Stadt voll – zu den Sonderverkaufstagen in Gevelsberg kommt mittlerweile jeder Zweite von außerhalb.
Foto: WP
Die Gevelsberger Innenstadt war voll – wieder einmal. Der Mondscheinbummel lockte am Freitagabend bis 22 Uhr Etliche auf die Mittelstraße und in die Fußgängerzone. Der perfekte Abschluss eines sehr guten Jahres für Pro City.

Gevelsberg.. Denn auch die verkaufsoffenen Sonntage funktionierten so gut wie nie zuvor. Eine Sache, die in anderen Kommunen Beachtung findet, und der andere Stadtmarketing-Gesellschaften gern nacheifern würden.

Angestellte arbeiten gern

Das ist ganz im Sinne von City-Manager Frank Manfrahs, der darin natürlich eine Bestätigung seiner Arbeit und der seines Teams sieht. „Der Mondscheinbummel war ganz, ganz toll. Wir sind sehr zufrieden. Für einen Freitagabend war es ideal“, zieht er Bilanz. Dabei hatten die Gevelsberger wieder einmal Glück mit dem Wetter. Es war zwar kalt, aber nicht so kalt, dass die Menschen zu Hause blieben. Im Gegenteil: Die richtige Temperatur, um sich mit einem Glühwein aufzuwärmen, sorgte von 18 bis fast 22 Uhr für eine rappelvolle Innenstadt.

Die Menschen erfreuten sich an der Feuershow des „Drauf & Dran“-Ensembles, swingten zu den Tönen der „SOS-Mobilband“, labten sich im Mondscheincafé der Gleichstellungsbeauftragten im VHS-Gebäude und genossen die entspannte Atmosphäre kurz vor dem 1. Advent. Immer wieder bildeten sich Menschentrauben, denn neben der abendlichen Einkaufstour ist der Mondscheinbummel längst auch zum Treffpunkt geworden.

„Das liegt mit daran, dass die Händler – und vor allem die Angestellten – diese Aktion so mittragen“, sagt Frank Manfrahs, der das herausragende Engagement der Geschäftsleute ausdrücklich lobt. „So gut wie alle haben geöffnet, die meisten Händler haben sich etwas Besonderes für ihre Kunden einfallen lassen. Und: Die Mitarbeiter machen gern mit“, sagt Manfrahs, der diese erstklassige Bilanz auf das gesamte Jahr ausweitet.

Denn neben dem Bummel am Freitagabend haben auch die vier verkaufsoffenen Sonntage durch die Bank exzellent funktioniert. Gevelsberger Frühling, Boulevard, Erlebnishandel und nicht zuletzt unlängst der Martinsmarkt haben sich etabliert. „Machen Mitarbeiter in den Geschäften freuen sich sogar darauf, an diesen Terminen arbeiten zu dürfen“, sagt Manfrahs. Denn dann herrsche zum einen eine sehr lockere Atmosphäre, zum anderen hätten die Händler längst erkannt, wie diese Veranstaltungen ihr Image aufpolieren. „Auch wenn mal nicht so viel Umsatz am eigentlichen Tag gemacht wird, sind es doch oft diese Gespräche, die Kunden dazu bewegen, noch einmal zurückzukommen“, sagt Manfrahs.

Vorbildliche Vermarktung

Die vorbildliche Vermarktung der Innenstadt, die die Gevelsberger seit dem Umbau betreiben, sorgt auch außerhalb der Stadtgrenzen für Furore. „Jeder zweite Besucher – ob an den verkaufsoffenen Sonntagen oder jetzt beim Mondscheibummel – kommt von außerhalb. Das haben unsere Postleizahl-Umfragen, die wir seit zwei Jahren betreiben, deutlich gezeigt“, sagt Frank Manfrahs; eine Bestätigung der Konzepte, die er und viele andere gemeinsam umsetzen. Allerdings ist dem Citymanager auch bewusst: „Hier herrscht von allen Seiten großes Vertrauen, dass Dinge tatsächlich funktionieren. Da ist es natürlich wesentlich einfacher, zu planen und umzusetzen, als wenn wir stets gegen erhebliche Widerstände kämpfen müssten.“

Eine Gesamtsituation, die auch Stadtmarketing-Beauftragte anderer Kommunen aufhorchen lässt. Denn wenigen in der Gevelsberger Situation – zwischen den Einkaufshochburgen Hagen, Wuppertal Ruhrgebiet – gelingt es, sich derart stabil zu positionieren und Leerstände so gering zu halten. „Ich werde oft von Kollegen angesprochen, die sich Tipps holen wollen“, sagt Manfrahs. Nach diesem Mondscheinbummel wird das gewiss so bleiben.

 
 

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