Mit Radwegen geht es bergauf

Sabine Nölke
Noch vor wenigen Jahren gab es die Veranstaltung „Ennepetal auf Rollen und Rädern“ im
Noch vor wenigen Jahren gab es die Veranstaltung „Ennepetal auf Rollen und Rädern“ im
Foto: Westfalenpost

Ennepetal.  Ennepetal soll eine fahrradfreundlichere Stadt werden. Das ist politischer Wille. Deshalb haben sich auch die Fraktionen mit der Verwaltung und den Stadtbetrieben auf den Sattel geschwungen, um gemeinsam ein flächendeckendes geschlossenes Radwegenetz für die Klutertstadt zu entwickeln. Die Ergebnisse liegen vor.

So soll an der Milsper Straße ein Schutzstreifen für den Radverkehr angelegt werden. Dieser würde von der Kreuzung Voerder/Neu-/Milsper Straße bis zur Julius-Dorr-Straße am Häufgen verlaufen. Im weiteren Verlauf der Milsper Straße lassen die Straßenquerschnitte das nicht zu: Man müsste dann auf den Parkstreifen verzichten.

Lückenschluss kostet 135.000 Euro

Für das Jahr 2014 ist eine Deckenerneuerung für die Kahlenbecker Straße geplant. Auch hier sollte ein Schutzstreifen angelegt werden. Des Weiteren ist vorgesehen, im Bereich Hasperbach die 460 Meter große Lücke im Radweg „Ennepe-Ruhr“ zu schließen. Diese Maßnahme soll aber erst nach Fördergeldern abgeklopft werden. Der Bereich vom Containerstellplatz (ca Einmündung Mühlenstraße) bis Einfahrt „Obergünne“ ist bereits als Radweg ausgeschildert. Die Kosten für den Lückenschluss werden auf etwa 135.000 Euro geschätzt.

Die Arbeitsgruppe nahm u.a. auch die Verbindung Voerde-Voerde Nord unter die Lupe. Ein in Ennepetal nicht seltenes Problem sind auch hier die starken Steigungen. Eine wünschenswerte Querverbindung für den bergan fahrenden Radler wäre in der Grünfläche zwischen Wiemerhof- und Gustav-Bohm-Straße möglich. Durch eine kurze Querverbindung könnte auch die Voerder Grundschule angeschlossen werden.

Der talwärts fahrende Fahrradverkehr kann über die Gustav-Bohm-Straße, Sonnenweg, Dr. Siekermann-Weg bzw. Bergstraße zu Wiemerhofstraße geführt werden. Besondere bauliche Maßnahmen für den Radverkehr seien hier noch nicht einmal erforderlich.

Auch die Erreichbarkeit des Voerder Zentrums ist Thema. Zwei konkrete Maßnahmen werden hier vorgeschlagen: Die Einfahrt von der Wilhelmstraße in die Straße An der Kirche sollte für Radfahrer freigegeben werden. Auch der Friedhofsweg sollte vor der Einmündung in die Straße An der Kirche entgegen der Einbahnregelung für den Radverkehr geöffnet werden. Die Verbindung Gevelsberg-Milspe-Tal der Ennepe ist die am stärksten von Fahrradfahrern genutzte Strecke. Für die Verbindung vom Kruiner Tunnel zu Voerder Straße schlägt die Arbeitsgruppe einen Zweirichtungsradweg vor. Auch im Abschnitt Altenvoerde Mittelstraße in Richtung Platsch sollte das Anlegen von Radfahr- oder Schutzstreifen überprüft werden. Von einer Befahrung der L 699 (Tal der Ennepe) mit dem Rad wird allerdings dringend abgeraten. Kein Wunder, die Straße befindet sich in einem katastrophal baulichen Zustand.