Menschenrettung und Gefahrgutunfall

Getrennte Organisationen mit gemeinsamen Ziel: Menschenrettung. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW stellen sich nach der Übung zum Gruppenbild auf dem neuen THW-Gelände am Ochsenkamp auf.
Getrennte Organisationen mit gemeinsamen Ziel: Menschenrettung. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW stellen sich nach der Übung zum Gruppenbild auf dem neuen THW-Gelände am Ochsenkamp auf.
Foto: Privat

Schwelm..  Rund 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Löschzuges Stadt der Feuerwehr Schwelm und des Technischen Hilfswerks Schwelm (THW) probten gemeinsam den Ernstfall.

Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Zassenhaus zwischen Döinghauser Straße und Carl-vom-Hagen-Straße waren unter der Leitung von Daniel Dute (THW) und Sven Ronge (Feuerwehr) zwei Übungsszenarien für die Helfer vorbereitet.

Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr im Bereitstellungsraum auf dem THW-Gelände startete die erste Übungsphase. Beim Rangieren auf dem Firmengelände kam es zu einem Unfall, bei dem ein Lkw mit Anhänger gegen eine Hallenwand gestoßen ist und diese beschädigte. Nach Erkundung der Unfallstelle durch die Einsatzleitung von Feuerwehr und THW wurden die Einsatzkräfte auf den Einsatzort verteilt. Aus der Fahrerkabine wurden zwei verletzte Personen gerettet und medizinisch versorgt. Zudem musste eine Person, die von dem Anhänger überrollt wurde, durch Anheben und Unterbauen des Unfallfahrzeuges befreit werden.

Bei der zweiten Übung handelte es sich um einen Rangierunfall bei dem ein Lkw von der befestigten Hoffläche abkam und ein Teil seiner Gefahrgutladung beschädigt wurde.

Einsatz unter schwerem Atemschutz

Nach Erkundung der Lage wurde eine Dekontaminationsanlage aufgebaut und die Leckagen abgedichtet. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet und das Fahrzeug mit Hilfe des Bergeräumgerätes entladen. Alle Kräfte, die im Bereich des Gefahrgutes zum Einsatz kamen, arbeiteten unter schwerem Atemschutz und teilweise mit speziellen Gefahrgutschutzanzügen. Eine besondere Herausforderung für die Feuerwehrleute war der Übungsteil, bei dem der Bergeräumgerätefahrer bewusstlos wurde und patientenorientiert aus dem Fahrzeug gerettet werden musste.

Die Übungsleitung zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden und lobte die gute Kommunikation und Zusammenarbeit der eingesetzten Hilfskräfte. Auch der Fachberater des THW-Ortsverbandes Klaus Kolodziej sowie der Leiter der Feuerwehr Matthias Jansen beobachteten den Übungsverlauf und waren mit der Leistung der Einsatzkräfte mehr als zufrieden.

Im Anschluss der Rettungsarbeiten trafen sich die Kammeraden der Feuerwehr und des THWs auf dem Gelände des THW am Ochsenkamp, um die Übung zu besprechen und gemeinsam zu grillen. Der besondere Dank der Helfer gilt der Firma Pass Invest, die das Übungsgelände zur Verfügung gestellt hatte und damit diese anspruchsvollen Übungen erst ermöglichte.

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