Mehr Honorar für die Jugendarbeit

Wer in der Jugendarbeit als Honorarkraft arbeitet bekommt mehr Geld. Hier sind die festangestellten Mitarbeiter Dietmar Glowatz und Bianca Euteneuer im Jugendzentrum zu sehen.
Wer in der Jugendarbeit als Honorarkraft arbeitet bekommt mehr Geld. Hier sind die festangestellten Mitarbeiter Dietmar Glowatz und Bianca Euteneuer im Jugendzentrum zu sehen.
Foto: WP
Die Diskussion über die erweiterten Führungszeugnisse von Betreuern in der Jugendarbeit war unter anderem ein Thema im Jugendhilfeausschuss.

Ennepetal.. Die Diskussion über die erweiterten Führungszeugnisse, die Finanzierung der Psychologischen Beratungsstelle und eine Erhöhung der Honorare für ehrenamtliche Kräfte waren unter andrem Themen im Jugendhilfeausschuss. In der über zwei Stunden andauernden Sitzung wurden einige Entscheidungen auf den Weg gebracht.

Ehrenamtskarte

Eine gute Nachricht schickte die Gleichstellungs- und Seniorenbeauftragte Sabine Hofmann vorneweg. Alle Jungen und Mädchen, die seit mindestens sechs Monaten eine Jugendleiterkarte besitzen, erhalten zukünftig auch eine Ehrenamtskarte der Stadt, durch die es zahlreiche Vergünstigungen gibt. Betroffen davon sind 15 Jugendliche. Insgesamt haben über 300 Ennepetaler die Ehrenamtskarte. Voraussetzung ist, fünf Stunden die Woche im ehrenamtlich aktiv zu sein. Besitzer der Jugendleiterkarte müssen diese hohe Anforderung nun nicht mehr erfüllen. Die nächste Vergabe der Ehrenamtskarten findet am 13. Februar statt.

Führungszeugnis

Die Mitglieder des Ausschusses ärgern sich, dass noch immer nicht alle Vereine die Vereinbarung unterzeichnet haben, die sie zur Vorlage erweiterter Führungszeugnisse für neben und ehrenamtlich Tätige in der Jugendhilfe verpflichtet. 32 Vereine und Verbände haben sich bisher dazu verpflichtet. Diese sollen nun auf der Internetseite der Stadt Ennepetal veröffentlicht werden. Damit die Eltern informiert werden und auch damit die anderen Vereine nachziehen, so die Begründung im Ausschuss.

Da vor allem die Sportvereine noch Informations- und Diskussionsbedarf hätten, wird es am Donnerstag, 5. Februar, ab 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus eine Infoveranstaltung geben, das teilte Jugendamtsleiter Hans-Georg Heller mit und betonte, dass bei einer Nichtunterzeichnung die Förderung der Vereine eingestellt werde. „So ist die Gesetzeslage.“

Honorarkräfte

Ehrenamtlich tätige Honorarkräfte, die für den Fachbereich Jugend und Soziales tätig sind, erhalten ab dem 1. Januar 2015 statt 7,67 Euro nun 8 Euro pro Stunde. Die Erhöhung ist freiwillig, der Mindestlohn von 8,50 Euro für Honorarkräfte nicht bindend. Dadurch entsteht ein Mehraufwand von 2280 Euro.

Psychologische Beratung

Der Jugendhilfeausschuss hat zugestimmt, die zusätzlichen Kosten der Finanzierung der psychologischen Beratungsstelle in Höhe von etwa 55 757 Euro für Ennepetal und 16 610 Euro für Breckerfeld zu zahlen. Schwelm, Gevelsberg und Sprockhövel hatten zuvor bereits zugestimmt, die Kosten zu übernehmen, damit Personal aufgestockt und die aktuellen Wartezeiten von neun Monaten reduziert werden könne.

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