Ennepetal

Lodernde Scheite locken viele an

Ein Spaß für Jung und Alt. Es loderte wieder in allen Stadtteilen, so wie hier in Oberbauer.
Ein Spaß für Jung und Alt. Es loderte wieder in allen Stadtteilen, so wie hier in Oberbauer.
Foto: WP

Ennepetal.  . In allen Südkreis-Städten brannten am Samstag die Osterfeuer. Diese Zeitung besuchte die öffentlichen Veranstaltungen in Ennepetal-Rüggeberg und -Oberbauer, die jeweils einen christlichen Hintergrund hatten.

Auf der Wiese des Bauernhofes Morhenne, zwischen Schnabeler Weg und Campingplatz gelegen, tobten Kinder, während Landwirt Dieter Morhenne mit einem Traktor noch einmal das aufgetürmte Holz zusammen schob. Auffallend viele junge Menschen und Kleinkindern waren gekommen. Das ländliche Rüggeberg ist eben von jungen Familien gefragt.

Das Dorf auf den Beinen

Der Förderverein des evangelischen Familienzentrums Rüggeberg hatte zum Osterfeier geladen - und wirklich alle schienen aus dem Dorf auf den Beinen zu sein. Fördervereinsmitglieder boten Getränke an, und am Grill standen die Väter. Vorsitzender Michael Burggräf zählte auch zu den Grillern. Er berichtet, dass der Erlös wiederum dem Kindergarten in Rüggeberg zugute kommt. Bisher mit Hilfe des Fördervereins angeschafft wurde u. a. eine Nestschaukel, Tische und Stühle für die rund 60 Jungen und Mädchen, die nun zusammen essen können.

Sven Kottsieper entzündete das Osterfeuer, und für Groß und Klein war das ein schönes Ereignis. Kurz vor 23 Uhr wurde am Feuer die Osterkerze entzündet und mit einem Fackelzug ging es zur Kirche. Dort fand die Osternachtfeier statt. Es predigte Pfarrer Andre Graf, der auch zuvor am Osterfeuer weilte.

In Oberbauer wurde das Osterfeuer auf dem Gelände hinter der ev. Kreuzkirche von Bernd Altena angezündet, als die Andacht in der Kirche endete. Im vollbesetzten Gotteshaus predigte Pfarrerin Anja Martin, Wolfgang Lang spielte Gitarre, Annika und Rebecca von der Ley sowie Christina Brück stellten in einem Anspiel das österliche Geschehen dar. Es ging recht fröhlich zu und es wurde in der Andacht gelacht, als Pfarrerin Martin die Geschichte von Josef von Arimathäa erzählte, der nach der Kreuzigung Jesu sein Familiengrab zur Verfügung stellte und von seiner Frau deswegen kritisiert wurde. „Es ist doch nur für zwei Tage!“ sagte Josef und war so dem österlichen Geschehen voraus. Ähnlich das Anspiel: „Ist das Grab leer? Was ist passiert?“

Als das Feuer brannte und die vom Förderverein zum Erhalt der Kreuzkirche Oberbauer aufgestellten Stände mit Getränken und Speisen umlagert waren, gab es wunderschöne Bilder. Die untergehende Sonne lugte immer wieder aus den Rauchschwaden des Feuers hervor.

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