Im April 2016 wird wieder getrödelt

Die „Fuchsien“, so nennen sich diese Frauen, die Süßes zugunsten der Flüchtlingshilfe des Kinderschutzbundes Ennepetal auf dem Nachtflohmarkt im Industriemuseum anbieten.
Die „Fuchsien“, so nennen sich diese Frauen, die Süßes zugunsten der Flüchtlingshilfe des Kinderschutzbundes Ennepetal auf dem Nachtflohmarkt im Industriemuseum anbieten.
Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal..  Viele Menschen, wohl einige Tausend, kamen am Samstag zum 2. Nachtflohmarkt ins Industriemuseum in Altenvoerde. Sie erlebten Nostalgie mit Herz und eine wunderbare Stimmung sowohl im schönen großen Saal als auch auf dem Hof des geschichtsträchtigen Bauwerks.

Rund 60 Trödler(innen) hatten ihre Stände aufgebaut, und es gab alles, was einmal in Mode war: Schönes, Kitschiges, Praktisches in Holz, Metall, auch ein wenig in Plastik und natürlich Textilien aller Art bis hin zum Büstenhalter. Junge Besucher staunten über altes Spielzeug, Herde aus Kinderküchen, Fotoapparate – alles Sachen, die einst von Menschen begehrt wurden und, wie man sah, auch im Digitalzeitalter ihre Faszination nicht verloren haben.

Zauber-AG mit Marc Weide

Gezaubert wurde auch: der Magier Marc Weide ließ mit der Zauber-Arbeitsgemeinschaft der Städtischen Realschule die Besucher staunen. Mit feinen Klängen, oft auch jazzig, begleitete das Trio „Lis Neris“ die schöne Feilscherei. Und wer Bauwerke und Landschaften aus Ennepetal mit nach Hause nehmen wollte, war bei Max Morlok richtig. Der heimische Künstler hatte Häuser und Szenen aus Ennepetal mit dem Zeichenstift festgehalten, Kunst als Dokumentation des Schönen in der Stadt.

Marmelade, Pflaumenmus und leckere süße Dinge gab es auch. Yasmin Ernst, Anette Kümmel, Anica Bröker, Kati Niebuhr, Maren Knappe und Manuela Mücher (sie war verhindert) bilden die „Fuchsien“. Die Mütter, die sich seit 2009 von der Grundschule Wassermaus her kennen, treffen sich regelmäßig. Der Erlös des Verkaufs der süßen Köstlichkeiten ist für die Flüchtlingshilfe des Kinderschutzbundes bestimmt.

Auf der anderen Seite des Rundganges gab es Nostalgie pur. Alte Landkarten aus dem Erdkundeunterricht der Grundschule Haßlinghausen wechselten die Besitzer. Der Erlös ist für den vom Friseurmeister Axel Meier (Voerde) geführten Verein „Jamaica-Godfather“ bestimmt, der auf der Karibik-Insel Schulprojekte fördert.

Und wer noch nicht wusste, dass in der Ennepetaler Sparkasse auch gestrickt wird, der konnte es beim Nachtflohmarkt erfahren. „Die Luftmaschen“ sind es, zehn Sparkassenangestellte, die einmal im Monat gemeinsam im Geldinstitut in ihrer Freizeit die Stricknadeln „fliegen“ lassen.

Nicht nur im Saal, auch auf dem Hof des Industriemuseums drängten sich die Besucher. Hier gab es das berühmte Kritzler-Brot, der hungrigmachende Geruch von Flamm-Lachs weilte in den Besucher-Nasen, Bachforellen mundeten, Bier und Crêpes gab es, und ein Maschinchen ließ auf Wunsch Popcorn „regnen“. Ganz entspannt durch die Menschenmassen ging Helmar Bioly. Er ist der Organisator, voll zufrieden und schon wissend, dass der nächste Nachtflohmarkt im April 2016 stattfindet . „Zwei im Jahr, das ist unser Ziel!“ waren seine Worte.

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