Gymnasium ist jetzt eine „Schule der Zukunft“

Ausgezeichnet: Das Engagement der Schülerinnen und Schüler wurde mit dem Zertifikat „Schule der Zukunft“ belohnt.
Ausgezeichnet: Das Engagement der Schülerinnen und Schüler wurde mit dem Zertifikat „Schule der Zukunft“ belohnt.
Foto: Schule

Schwelm ..  Das Märkische Gymnasium ist eine „Schule der Zukunft“. Dieses Zertifikat wurde in den vergangenen Tagen für den Projektkurs zur Renaturierung der Schwelme verliehen.

Projektkurse sind seit kurzer Zeit eine erfrischende Neuerung in der Kurslandschaft der Sekundarstufe II. Seit der Einführung am Märkischen Gymnasium entstanden vier solcher Kurse. Im Jahrgang 2012/2013 haben sich zwei Gruppen der Jahrgangsstufe 11 mit zwei komplett verschiedenen Themen auseinandergesetzt. Die erste Gruppe sollte eine dreisprachige Broschüre, in Deutsch, Englisch und Französisch, über die Stadt Schwelm erstellen. Der zweite Kurs dieses Jahrgangs setzte den Schwerpunkt in der Fachrichtung Biologie / Chemie. Ausgehend von den Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität der Martfeld-Gräfte sollte ein Konzept zur Renaturierung des Oberlaufes der Schwelme erarbeitet werden.

Außerschulische Partner mit dabei

Grundlage für die Planungen stellte die Analyse der Ist-Situation dar. Ausgehend von der Untersuchung der Schwelme aus biologischer und chemischer Sicht wurden Ideen und Pläne entwickelt. Im Entstehungsprozess des Konzeptes erarbeiteten und diskutierten die Schülerinnen und Schüler dann verschiedene Planungsvarianten in Zusammenarbeit mit zahlreichen außerschulischen Partnern, wie der biologischen Station des Ennepe-Ruhr Kreises, der Bürgerstiftung Lebendiges Schwelm, der AG-Umwelt, den Technischen Betrieben Schwelm, der Wilhelm Erfurt Stiftung und dem Wupperverband.

Der Projektkurs Biologie-Chemie des Schuljahres 2013/2014 wurde mit der Ausrichtung Biologie-Geographie fortgeführt. Für die neuen Teilnehmer des Folgekurses standen im September 2013 wieder vielfältige Aufgaben und Ziele auf der Agenda. Neben einer detaillierteren Planung sollten erste Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Erste Renaturierungsmaßnahme

Mit Axt, Säge, Handschuhen und Schutzbrillen ausgestattet zogen die Schülerinnen und Schüler im Oktober 2013, nach Rücksprache mit der unteren Wasserbehörde und der Forstbehörde, in den Martfelder Wald, um dort Fichten im Bachbereich der Schwelme zu fällen.

Diese erste Renaturierungsmaßnahme diente keinesfalls zur Beschaffung von Weihnachtsbäumen, sondern diente der Wiederherstellung natürlicher Gegebenheiten im Auenbereich. Etwa 200 Fichten wurden gefällt und aus dem Bereich um den Bach herum entfernt. Unterstützung erhielten die Teilnehmer erneut durch Werkzeuge und die tatkräftigen Helfer der Projektpartner. Des Weiteren wurden weitere Gewässeruntersuchungen und Kartierungen des Oberlaufes durchgeführt, um die Planungen auf eine breite Basis zu stellen.

Experimente für jüngere Schüler

Um ihre Erkenntnisse und Untersuchungsmethoden rund um die Schwelme und den Martfelder Wald für jüngere Schülerinnen und Schüler zugänglich zu machen, entwickelte ein Teil des Kurses Konzepte für die Grund- und weiterführenden Schulen. Die Einbindung des Waldschul-Anhängers ist ebenfalls für den Biologieunterricht der Klasse 7 umgesetzt. Erste Feldversuche für jüngere Schüler, betreut von Oberstufenschülern, fanden erstmals vor den Sommerferien 2014 statt.

Freiwilliges Engagement

Der aktuelle Projektkurs mit der Ausrichtung Biologie-Chemie setzt die Planungsvorhaben sowie die Konzeptionierung der Experimente für jüngere Schülerinnen und Schüler weiter fort. Die Öffentlichkeitsarbeit, wie z. B. bei Veranstaltungen, wie der Auszeichnungsfeier zur Schule der Zukunft stellen einen wichtigen Aspekt der Projektkursarbeit dar.

Die Projektteilnehmer stellen sich in ihren Kursen dabei jeweils unterschiedlichsten Herausforderungen. Die Arbeiten, Pläne und Ausarbeitungen werden durch die Schüler mit großem Eifer und Engagement – zumal in einem freiwilligen Zusatzkurs – durchgeführt. Die Projektkurse bieten den Teilnehmern auf diese Weise eine mannigfaltige Bandbreite von Erfahrungen durch die Öffnung der Schule nach außen hin.

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