Gelungener Auftakt in neuem Ambiente

Hoch konzentriert und genau aufeinander abgestimmt zaubert das „All Stars Ensemble“ Töne verschiedenster Art aus ihren Instrumenten. Es spielten: (von links nach rechts) Martin Rex, Hans-Werner Huppertz, Gary Ryan, Dagmar Tewes, Witold Rex.
Hoch konzentriert und genau aufeinander abgestimmt zaubert das „All Stars Ensemble“ Töne verschiedenster Art aus ihren Instrumenten. Es spielten: (von links nach rechts) Martin Rex, Hans-Werner Huppertz, Gary Ryan, Dagmar Tewes, Witold Rex.
Foto: Jana Marie Bertermann

Gevelsberg..  Gitarrenklänge der ganz anderen Art gab es am Samstagabend beim Auftaktkonzert des 16. Gevelsberger Gitarrenfestivals in der Lukaskirche zu hören. Bisher fand das Festival immer in der Erlöserkirche statt, doch in diesem Jahr wird es erstmalig in der neu gestalteten Lukaskirche durchgeführt. Sowohl die Organisatoren als auch das Publikum fühlten sich in der neuen Umgebung sehr wohl.

In der Pause machten - vorbereitet durch den Förderverein der Lukaskirche - kleine Snacks und Getränke das ganze richtig „heimelig“. „Die Lukaskirche ist ein wunderbarer Veranstaltungsraum, wir haben eine wunderbare Atmosphäre und eine tolle Akustik“, sagte Bürgermeister Claus Jacobi in seiner Begrüßungsansprache.

Künstlerische Leitung neu besetzt

Außerdem gab es eine weitere Premiere: Gary Ryan, der bereits zum vierten Mal zu Besuch in Gevelsberg ist, hat nun die künstlerische Leitung des Festivals. „Es ist eine unglaubliche Sache, dass er künstlerischer Leiter ist, und es gehen so viele Impulse von ihm aus. Fantastisch!“, freute sich Hans-Werner Huppertz über seinen Nachfolger.

Eröffnet wurde die „Guitar Gala Night“ von dem „All Stars Ensemble“, besetzt durch Hans-Werner Huppertz, Gary Ryan, Dagmar Tewes sowie Martin und Witold Rex. Hoch konzentriert und bestens aufeinander abgestimmt zauberte das Quintett ruhige und gefühlvolle, aber auch laute und schnelle Töne aus ihren Instrumenten. Das Publikum wurde bei einem Ratespiel mit eingebunden. So wurden verschiedene Filmmelodien gespielt, deren Titel erraten werden mussten.

Den nächsten musikalischen Beitrag lieferte die Griechin Antigoni Goni. Durch ihr flinkes und rhythmusbetontes Spielen erzeugte sie beeindruckende Klänge. Ihre besondere Ausstrahlung ließ ihr griechisches Temperament erkennen.

Danach folgten Hans-Werner Huppertz und Gary Ryan im Duo. Die beiden harmonierten hervorragend und so konnten die Zuhörer den Alltag hinter sich lassen und entspannt der Gitarrenmusik lauschen.

Hans-Werner Huppertz machte seinen Soloauftritt durch komplizierte Akkorde und seine Ausdrucksstärke zu etwas ganz Besonderem. Während seines Spiels wirkte er völlig versunken in die Musik, als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen.

Aber auch den Soloauftritt von Gary Ryan werden die Zuhörer nicht so schnell vergessen. Er zeigte ihnen eine ganz neue Welt der Gitarrenmusik. Durch seinen eigenen Stil lockte er vollkommen unbekannte Töne aus seiner Gitarre. Ryan ist ein wahrer Meister auf seinem Gebiet. Auch mit den verschiedenen Wirkungsweisen seines Spiels weiß er umzugehen. Ob dramatisch oder ruhig und harmonisch - es war alles dabei. Ebenfalls bewundernswert ist seine Geduld, die er zum Komponieren seiner Stücke aufbringt. Er kennt seine Gitarre in- und auswendig.

Den Abschluss des Abends machte die Band „Max“ aus Gevelsberg. Johanna Baenz (Cello), Max Jordan (Gesang, Gitarre, Saxophon), Jonas Käufer (Schlagzeug), Martin (Gitarre, Mandoline, Gesang), Meike (Bass, Gitarre) und Almuth Rex (Gesang, Keyboard) begeisterten mit ihren selbstgeschriebenen Liedern und verschiedenen Musikrichtungen – Klassik, Rock und Pop - das Publikum.

Lernen von den Großen

Mit ihren „groovigen“ Stücken regten sie das Publikum zum Klatschen und Mitsingen an. Durch ihre gefühlsbetonten Stücke erzeugten sie aber auch eine andächtige Stimmung. Vor allem ihr Stück „Dumme Parolen“ regte zum Nachdenken an. Sie nennen es einen musikalischen Warnschuss gegen Fremdenfeindlichkeit, Hetze und Rassismus.

Unter den vielen Konzertbesuchern waren auch etwa 25 Musikstudierende aus elf verschiedenen Ländern. Für sie heißt es in dieser Woche „Lernen von den Großen“, denn sie können im Einzelunterricht von den vielen Tipps und Tricks der Gitarrenvirtuosen profitieren.

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