Geballte Kunst in Johanneskirche

Gevelsberg.  Vier Stilrichtungen von vier unterschiedlichen Künstlern sind nun im Bürgerhaus Alte Johanniskirche vereint.

„Geballte Kunst“, nannte Regina Potarczyk in ihrer Eröffnungsansprache diese künstlerische Zusammenkunft von Robert Schiborr, Heike Schemmann, Beate Koch und Michael Barth. Am vergangenen Sonntag wurde die Ausstellung mit dem schlichten Namen „4“ im Bürgerhaus Alte Johanniskirche eröffnet.

Die „4“ steht eben für die vier Künstler und ihre vier Stilrichtungen. Kaum eine Ausstellung im Bürgerhaus zeigte dabei bisher eine solche Vielfältigkeit: Fotografie, abstrakte Kunst, klassische Malerei, sowie PopArt ist in dieser Ausstellung vereint.

Wie schon in den vergangenen Jahren überraschte Robert Schiborr mit Installationen der besonderen Art. Er zeigt eine Videoinstallation in Retroversion. Gestapelte VHS-Videokassetten symbolisieren den Wandel der Zeit und ihre Vergänglichkeit. „Ich wollte eine Videoinstallation machen, die keine klassische Projektion ist“, erklärt Robert Schiborr seine ungewöhnliche Vorgehensweise.

Außerdem stellt der Gevelsberger Künstler klassische Pop-Art-Werke von Musiker-Größen aus. „Der Tod David Bowies war für mich ausschlagend. Das hat mich berührt und zu den Werken inspiriert“, erklärt Robert Schiborr.

Faszinierend sind auch die fotografischen Arbeiten von Michael Barth. Er hat beispielsweise das Gevelsberger Wahrzeichen, die Stadtharfe, ganz besonders in Szene gesetzt. „Ich bearbeite jedes Bild, bis es die Stimmung wiedergibt, die ich zeigen möchte“, erklärt Barth. Das Geheimnis seiner stimmungsvollen Werke: „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“, formuliert der Fotograf und Grafikdesigner sein Rezept für außergewöhnliche Aufnahmen.

Motive aus der Region

Seine Werke zeigen dabei hauptsächlich Motive aus der Region. „Wir haben tolle Landschaften und beeindruckende Industriebauwerke“, so Barth.

Die Werke der Malerin Heike Schemmann sind eher in der klassischen Malerei anzusiedeln. Sie wurde am Sonntag von ihrer Hündin Khana begleitet. „Sie war meine Inspiration zu diesen Bildern“, erklärt Heike Schemmann. Ihre Bilder zeigen hauptsächlich Wölfe, das ist der Tatsache geschuldet, dass ihre Hündin mit einem Wolf gekreuzt wurde. „Ich habe meinen Hund aus einer Tötungsstation in Moskau gerettet, da begann mein Interesse für Wölfe“, sagt die Malerin.

Ebenfalls im Umfeld der Biologie bewegen sich die abstrakten Werke von Beate Koch. Ihre farbenfrohen Bilder zeigen Bakterien und andere Mikroorganismen. Für die musikalische Untermalung der Vernissage sorgten Thomas Klein (Piano), Sven Wilhelmsson (Kontrabass) und die Sängerin Christine Evers.

 
 

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