Gebäude soll noch dieses Jahr entkernt werden

Vor einem Jahr hat die Aedificia Bahnhofempfangsgebäude Schwelm KG das Bahnhofsempfangsgebäude gekauft. Noch in diesem Jahr soll mit der Entkernung  des Bahnnhofsempfangsgebäudes begonnen werden. Geschätzte Bauzeit: ca. ein Jahr.
Vor einem Jahr hat die Aedificia Bahnhofempfangsgebäude Schwelm KG das Bahnhofsempfangsgebäude gekauft. Noch in diesem Jahr soll mit der Entkernung des Bahnnhofsempfangsgebäudes begonnen werden. Geschätzte Bauzeit: ca. ein Jahr.
Foto: WP

Schwelm.  Ein vor Dreck strotzender Fußboden. In der linken hinteren Ecke ist eine kaputte Fensterscheibe nur notdürftig geflickt. Papier liegt überall herum. Und es stinkt nach Urin. Der Schwelmer Bahnhof ist wahrlich kein Ort, an dem man sich gerne aufhält. Das soll jedoch schon bald anders werden, sagt zumindest der neue Eigentümer der Immobilie, die Aedificia Bahnhofempfangsgebäude Schwelm KG. Noch in diesem Jahr soll das Gebäude entkernt und der Anbau mit der Taxizentrale abgerissen werden. Und im neuen Jahr soll mit dem Um- und Ausbau begonnen werden. „Das ist unsere Planung“, sagt Geschäftsführer Stefan Steinert auf Nachfrage unserer Zeitung.

Vor einem Jahr verkauft

Vor einem Jahr hatte die Investorengemeinschaft mit Sitz in Frankfurt das Gebäude von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) gekauft. Der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) ist seitdem fertiggestellt worden. Die VER hat in einem Container auf dem Vorplatz einen Informationspunkt im Vorgriff auf das geplante Kundenzentrum innerhalb des Gebäudes installiert. Doch an der Immobilie selbst hat sich seitdem nicht viel geändert.

„Wir sind in der Baugenehmigungsphase. Das Brandschutzgutachten liegt vor, die Anträge zur Abrissgenehmigung und Baugenehmigung werden wir voraussichtlich Mitte bis Ende Oktober einreichen“, so Stefan Steinert weiter. Herr des Verfahrens ist bei Bahnhofsgebäuden gewöhnlich das Bundesbahnamt. Im Schwelmer Fall ist die Kompetenz jedoch auf Wunsch der neuen Eigentümer auf die Stadt Schwelm übertragen worden. Wenn Mieter für mindestens 70 Prozent der Gewerbefläche im Erdgeschoss gefunden worden sind und der Fördermittelbescheid der Bahn für die Zugänge zu den Bahnsteigen eingegangen ist, will das Unternehmen loslegen. „Wir sind guter Dinge, das wir diese Vorgaben noch in diesem Jahr erreichen werden“, sagt Stefan Steinert.

Die Gesellschaft will gut eine Million Euro in das Gebäude investieren. Bei Abriss des Anbaus soll das Taxiunternehmen während der auf rund zwölf Monate geschätzten Bauzeit in einen Container ausweichen, der neben dem VER-Container seinen Platz finden wird. Auf den 500 qm in den beiden Obergeschossen sollen Wohnungen entstehen, eine davon ist bereits fest vermietet. Das Erdgeschoss umfasst eine Fläche von 570 qm, 280 qm gehören davon zum öffentlichen Bereich, über die die Bahnsteige zu erreichen sind. „Eine Bäckerei mit Bistro- und Cafébetrieb ist ebenfalls vorgesehen, eine reine Gastronomie eher nicht. Die rechnet sich nicht“, so Stefan Steinert weiter. Lobende Worte findet der Geschäftsführer für das Engagement von Bürgermeister Jochen Stobbe: „Dank seiner Unterstützung konnten wir einige Mieter gewinnen.“ Ein Wermutstropfen wird auch nach Abschluss der Baumaßnahmen bleiben. Ein öffentliches WC ist nicht vorgesehen. Das rechnet sich nicht.

 
 

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