Entspanntes Wandern in Rudeln

Am Sonntagmorgen in aller Frühe machten sich schon über 150 Menschen, vorwiegend Wanderer, aber auch Walker und Läufer auf die Strecke.
Am Sonntagmorgen in aller Frühe machten sich schon über 150 Menschen, vorwiegend Wanderer, aber auch Walker und Läufer auf die Strecke.
Foto: WP

Ennepetal.  Es begann mit einer Panne und endete als eine schöne Veranstaltung: der 8. Ennepetaler Bürgermeister Lauf- und Wandertag. Als am Sonntagmorgen kurz vor sechs die ersten Wanderer und Läufer vom Bremen-Stadion zum Startpunkt Heilenbecke Talsperre gefahren werden sollten, waren alle da - nur der Bus nicht. Kurz entschlossen wurden Wanderer und Läufer mit dem Pkw zum Start gefahren. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, selbst vor Ort, stellte dennoch eine „gelöste Stimmung“ fest.

Die erste Etappe für Läufer und Wanderer führte bis Beyenburg und von dort hinaus nach Königsfeld, Höhe Meier am Külchen. Schon weit vor 8 Uhr standen dort Heike Oehler und das Ehepaar Renate und Hans Gerd Bangert, um die schon durchnässten Frauen und Männer mit Heiß- und Kaltgetränken sowie Obst und Müsliriegel zu versorgen.

56 Kilometer für die große Runde

Der erste Wanderer, der eintraf, war der Gevelsberger Guido Kellmann. Er wurde von Hans Gerd Bangert herzlich begrüßt. Wenig später eilte im wahrsten Sinne des Wortes eine Frau vorbei, trank einen Schluck und war schon wieder auf der Strecke in Richtung Bahnhof Ennepetal verschwunden. Sie wollte keine Pause einlegen, sondern, wie es hieß, einen persönlichen Rekord schaffen: 56 Kilometer wandern (rund um Ennepetal) unter zehn Stunden.

Das Wetter spielte verrückt. Regen und Sonne wechselten sich ab, Nebel stieg auf und eröffnete wunderbare Ausblicke auf eine Bilderbuch-Landschaft. Da störte auch nicht das Wandern in Rudeln. Die ersten Teilnehmer hatten schon wieder Meier am Külchen verlassen, da kam der große Pulk und damit viel Arbeit für das Ehepaar Bangert und Heike Oehler, die im Laufe des Tages selbst auf die Strecke ging. Unter den Ankommenden in Königsfeld befand sich auch CDU-Stadtrat Frank Wittig.

Dann kam er, der Bus vom Bremenplatz, und brachte viele Menschen. Aus dem Bus stiegen auch Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen mit seiner Frau Ilona und die Besatzung des Amtes für Bürgermeister und Rat der Stadt, Anke Velten-Franke, Bärbel Stübe. Dorothea Schleusener und Martin Küpper. Sie alle trotzten dem Regen und wanderten rund 10 Kilometer bis zum Bahnhof Ennepetal. Auch Jost Störring, der Initiator der Wandergruppe „Rund um Ennepetal“ fehlte selbstverständlich nicht mit seinen engagierten Wandersleuten.

Eine große Gruppe der insgesamt 270 Teilnehmer lief oder wanderte rund um Ennepetal, fast immer den Wappenweg im Blick.

Am späten Nachmittag im Heim des TuS Ennepetal am Bremenplatz: Der Duft von Kaffee und Pommes lag im Raum. Erika Hiby, Waltraud Oschem und Elfie Wunderlich standen in der Küche, um Teilnehmer und Besucher zu versorgen. Im großen Saal saßen Männer völlig entspannt, obwohl sie gerade erst die Stadt Ennepetal umrundet hatten. Etwa 7,5 Stunden benötigten die Läufer. Zu ihnen zählt Sascha Lippmann, in der Stadt bekannt als hauptamtlicher Wehrmann, der mit Frau Elvira und Sohn Dario auf dem Schoß Pommes genoss.

Die Organisatoren Klaus Abel und Olaf Stutzenberger zogen Bilanz: die Veranstaltung war wieder einmal gelungen und ist weit über Ennepetal hinaus bekannt, selbst in der Ultra-Läuferszene.

Rund 70 Helfer seien in den verschiedensten Funktionen immer im Einsatz gewesen, dazu komme noch das DRK, das immer bereit stand. Alle Gruppen seien mit Begleitern auf die Strecke gegangen, so dass kein Teilnehmer verloren gehen konnte. Und die Akteure selbst sagten am Abend: „Jetzt sind wir ganz schön platt, aber es hat doch viel Freude gemacht!“

 
 

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