Ennepetal will die Touristen anlocken

Sven Hustadt, Ulrich Röhder, Petra Backhoff und Jürgen Hofmann mit Svenja Böttcher (3. v. l.) und Ewald Kätzler (r.) am Ahlhauser Hammer.
Sven Hustadt, Ulrich Röhder, Petra Backhoff und Jürgen Hofmann mit Svenja Böttcher (3. v. l.) und Ewald Kätzler (r.) am Ahlhauser Hammer.
Foto: WP

Ennepetal.  Ennepetal zeigte sich von der schönsten Seite: Grüne Wälder und Wiesen, Kälbchen waren in Schweflinghausen zu sehen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatten bei ihrer Stadt- und Landrundfahrt durch das frühlingsschöne Ennepetal einen wichtigen Gast im Kleinbus: Svenja Böttcher, die Frau, die seit Jahresbeginn in Ennepetal arbeitet, soll das schöne Gesicht Ennepetals vermarkten und Touristen ins Städtchen locken.

Stadtrundfahrt im Kleinbus

Die Dortmunderin war angetan von der Landschaft. Sie entdeckte von Meininghausen aus den Blick ins nahe Ruhrgebiet. „Da ist die Schalke-Arena“, hieß es. Weiter ging es durch Voerde am Gut Braband vorbei mit Stopp am ehemaligen Landgasthof Hinnenberger Heide, dann zur Volkssternwarte. Anschließend steuerte Jürgen Hofmann, Fahrer und Fraktionschef des Bündnisse 90/Die Grünen im Rat der Stadt, den Kleinbus über Oberbauer am verträumten Behlingen vorbei ins Tal der Ennepe. Ziel war der Ahlhauser Hammer. Die Reisenden hatten Glück. Ewald Kätzler, der 1. Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt des Ahlhauser Hammers, war anwesend, und erzählte von den Plänen, den Hammer zu retten, um später einmal wieder zu Schauzwecken Eisen bearbeiten zu können. Das Dach des alten Gebäudes war vor Jahren durch eine Schneelast zusammengebrochen. Ewald Kätzlers Augen funkelten, als er aus der Geschichte erzählte, wie am Bilsteiner Berg Eisenerz geschürft, wie es in Brandshausen verhüttet und im Ahlhauser Hammerwerk zu Werkzeugen bearbeitet wurde. Der kaufmännische Teil sei im „Schloss“ Ahlhausen abgewickelt worden. Eine Geschichte, auch für den Tourismus nutzbar? Es ging weiter am Krenzer Hammer vorbei, dann über Schweflinghausen hoch nach Rüggeberg. Ziel war der Campingplatz. Dort hatte Stadtrat Stefan Mayer-Stoye schon das Grillfeuer entfacht.

Da saßen sie nun: Petra Steffen-Mester, Chefin des Campingplatzes, Volker Külpmann, der Geschäftsführer von Haus Ennepetal, Kluterthöhle und Platsch, die in der Kluterthöhle, Freizeit Verwaltungs- und Betriebs GmbH & Co. KG für Tourismus-Marketing zuständige Svenja Böttcher, die auch das operative Geschäft der Kluterthöhle führt, und die grünen Ratsmitglieder und Ratskandidaten Petra Backhoff, Jürgen Hofmann, Sven Hustadt, Ulrich Röder, Stefan Mayer-Stoye, Olaf Eilert, Ulrich Röder und Werner Kollhoff.

Svenja Böttcher will alle Internetauftritte bündeln auf der Seite „Erlebnisregion Ennepetal“. „Wir müssen mit einer Stimme reden“, sagte sie und fand lobende Worte für die Ehrenamtlichen, die Stadtrundfahrten und Wanderungen organisieren.

Vorhandene Radwege darstellen

Volker Külpmann: „Wir haben viele Angebote. Besuch der Kluterthöhle, anschließend gemütlicher Treff auf Gut Braband oder Besuch des Bades Platsch mit Sauna.“ Aber was macht der Tagesgast, der mit Familie die Höhle besucht und fragt: Was kann ich noch machen?“ Volker Külpmann: „Wir verweisen auf Wanderwege, aber auch auf das Museum im Mäckinger Bachtal.“ Svenja Böttcher möchte zudem die vorhandenen Radwege darstellen, denn die E-Bike-Vermietung am Bad Platsch finde Anklang, bei allen Problemen. Alle waren sich einig: Es gibt noch viel zu tun, um das Pflänzchen Tourismus wachsen zu lassen.

Petra Steffen-Mesters Bericht gibt Hoffnung. Neben den Dauercampern kämen immer wieder Wohnwagen- und Wohnmobil-Touristen auch aus Skandinavien nach Ennepetal. Einige blieben mehrere Tage und wanderten. Über Pfingsten gebe es wieder ein Jugendzeltlager. Und dann gebe es auch Menschen, die auf dem Heuboden des Pferdestalls nächtigen. Ein kleines Abenteuer in der Erlebnisregion Ennepetal.

 
 

EURE FAVORITEN