Ennepetal kann mit Innenstadtumbau starten

Allein für die Überplanung von Haus Ennepetal sind 25 Millionen Euro vorgesehen, sofern es die Finanzsituation in den kommenden Jahren zulässt.
Allein für die Überplanung von Haus Ennepetal sind 25 Millionen Euro vorgesehen, sofern es die Finanzsituation in den kommenden Jahren zulässt.
Foto: Hans Blossey
  • Gute Nachrichten für die Stadt Ennepetal
  • Förderbescheid für Umsetzung des Handlungskonzeptes liegt vor
  • Erste Million zugesichert

Ennepetal..  Gute Nachrichten für die Stadt Ennepetal. Der Förderbescheid für die Umsetzung der ersten drei Maßnahmen im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts ist da. Darin hat die Bezirksregierung Arnsberg der Kommune eine Million Euro zugesichert. Es ist der Startschuss für die groß angelegte Veränderung der Innenstadt, die Ennepetal zukunftsfähig aufzustellen und das Leben vor Ort nachhaltig verbessern soll. Insgesamt umfasst das Maßnahmenpaket 30 Projekte, der Kostenrahmen mehr als 50 Millionen Euro. Allein für die Überplanung des Hauses Ennepetal sind 25 Millionen Euro vorgesehen, sofern es die Finanzsituation in den kommenden Jahren zulässt. Der Rest soll in die städtebauliche, ökologische, ökonomische und soziale/kulturelle Aufwertung des Kernbereichs der Innenstadt fließen. Eine Förderung gab es jetzt für die ersten drei Projekte. Gestartet wird mit der Gründung einer Innenstadtagentur, der Realisierung des Ennepegartens und der Planung zum Haus Ennepetal.

Umgestaltung am Ennepeufer

Noch im Dezember wird die Politik einen Fahrplan für den Ennepebogen verabschieden: Im Sommer 2018, so das Ziel, könnte die Gestaltung des Parks am Ennepeufer abgeschlossen sein. Das Land fördert die Maßnahme mit 300 000 Euro.

2017 soll auch ein Innenstadtmanager seine Arbeit aufnehmen. Geplant ist, dass sich ein Trägerverein aus Händlern, Gewerbetreibenden, Gastronomen und Dienstleistern bildet, sich gemeinsam in Richtung Innenstadtentwicklung aufmacht und hierfür einen Innenstadtmanager anstellt. 50 Prozent der Kosten werden gefördert, die andere Hälfte zahlt die Stadt.

Wie es mit dem Haus Ennepetal weiter geht, diese Entscheidung hat die Politik zwar noch nicht getroffen. Für Planungskosten gibt es jedoch bereits Fördermittel. Denn passieren muss ohnehin etwas an dem in die Jahre gekommenen Gebäude.

Ein Architekt hatte in einer Machbarkeitsstudie ausgerechnet, dass eine Kernsanierung etwa genau so viel kostet wie ein Neubau - nämlich 20 Millionen (wir berichteten). Beides ist in der aktuellen Finanzsituation der Stadt nicht finanzierbar, auch wenn weitere Fördermittel in den kommenden Jahren fließen.

Auch eine Teilsanierung ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu bezahlen. Mithilfe des Förderbescheids können weitere bauliche Überlegungen angestellt werden. Politik und Verwaltung werden sich nun Gedanken machen müssen, wie das Gebäude überhaupt zukünftig genutzt werden soll.

2017 wird die Stadt Ennepetal den nächsten Förderantrag stellen. Dann geht es unter anderem um die Aufwertung des Eingangsbereich der Kluterthöhle und die Fassadengestaltung.

 
 

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