Ennepe-Park kostet jeden Bürger 57 Cent

Der Ennepepark ist ein günstiges Vergnügen für die Gevelsberger.
Der Ennepepark ist ein günstiges Vergnügen für die Gevelsberger.
Foto: www.blossey.eu

Gevelsberg..  Um den Park am Ennepebogen ging es bei einer Anfrage von Martina Dietz, Fraktionsvorsitzende der FWG/FDP, die jetzt von Bürgermeister Claus Jacobi in der letzten Ratssitzung beantwortet wurde. Die Freien Wähler hatten immer wieder der Stadtverwaltung und der sozialdemokratischen Mehrheitsfraktion vorgehalten, bei Investitionen für „Leuchtturm-Projekte“ nicht auf die Nachfolgekosten zu achten. Was die Unterhaltung des Ennepeparks den Steuerzahler koste, wollte Dietz wissen. Die Antwort auf die Frage war dann für viele Politiker eine eher angenehme Überraschung.

Straßenbau bis Ostern fertig

„Im vergangenen Jahr sind für den Park am Ennepebogen insgesamt 18 381,21 Euro an Unterhaltungskosten angefallen“, beantworte Jacobi jetzt die Anfrage der Opposition. Auf den Monat gerechnet wären das 1531,77 Euro. Anders ausgedrückt: Jeder Gevelsberger zahlt sozusagen für eine „Jahres-Eintrittskarte“ in den Ennepebogen 57 Cent mit seinen Steuern. In dem Betrag seien sowohl die Kosten einer Fremdfirma als auch der Aufwand der Technischen Betriebe der Stadt berücksichtigt. „Das ist für ein Projekt mit einer solchen Strahlkraft ein eher moderater Betrag. Ich bin ihnen aber dankbar, dass sie die Frage gestellt haben, damit wir das einmal klar machen konnten“, meinte Bürgermeister Jacobi vor den Ratsmitgliedern.

Und die Umgebung soll noch schöner werden. Im Augenblick gehen die Bauarbeiten an der Mühlenstraße zwischen Park am Ennepebogen und den Gleisen am Nirgena in die Endphase. „Wir wollen vor Ostern fertig sein“, so Ivo Knezovic, Technischer Leiter der Technischen Betriebe Gevelsberg, auf Anfrage unserer Zeitung. Eigentlich könne nicht viel dazwischen kommen, doch das Wetter müsse mitspielen. Ein Wintereinbruch würde den Zeitplan durcheinander werfen.

Die eigentliche Straße war vor dem Umbau quasi gar nicht zu erkennen. Sie ging zwischen Abfallcontainern und Parkplätzen unter. Das soll sich nun ändern. Anfang November hatten die Bauarbeiten mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 500 000 Euro begonnen.

Und auch der Stadtmarketing-Verein Pro-City will sich um den Park kümmern. Nachdem die CDU eine kostenlose Internet-Einbindung über WLAN für den Bereich angeregt hatte, will sich der Verein zusammen mit seinem Partner Freifunk darum kümmern. Das erklärte der Citymanager Frank Manfrahs in seinem Bericht vor dem Gevelsberger Rat.

Einen genauen Terminplan könne er nicht nennen. Die Experten von Freifunk, auf die er angewiesen sei, würden ehrenamtlich arbeiten und müssten ihre Zeit deshalb auch selber verplanen können.

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