Energiewende auf den Dächern

Solarstromanlagen auf den Dächern der Häuser an der Röllingheider Straße in Gevelsberg, Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG): von links: Rolf Weber (BEG), Alexander Dyck, Geschäftsführer der EN Wohnen GmbH, Thomas Biermann von der Gevelsberger Sparkasse und Jürgen Blasius (Erbauer der Anlage).
Solarstromanlagen auf den Dächern der Häuser an der Röllingheider Straße in Gevelsberg, Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG): von links: Rolf Weber (BEG), Alexander Dyck, Geschäftsführer der EN Wohnen GmbH, Thomas Biermann von der Gevelsberger Sparkasse und Jürgen Blasius (Erbauer der Anlage).
Foto: WR

Gevelsberg..  Die Energiewende findet auf den Dächern Gevelsbergs statt. Große, schwarze Platten funkeln in der Sonne. Drei Solarstromanlagen auf den Dächern der Häuser an der Röllingheider Straße 7, 7a, 7b, 7c, 11,11a und 11b werden in diesen Tagen in Betrieb genommen.

Insgesamt produzieren die drei Anlagen rund 65 000 Kilowatt Strom, eine Menge mit der durchschnittlich 19 Haushalte das ganze Jahr über mit Strom versorgt werden können. Dies entspricht einer Einsparung von circa 32 000 Kilogramm CO2.

Rolf Weber, Vorsitzender der Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG) ist von der neuen Energiequelle begeistert: „Ein weiterer Schritt, um die Energiewende sichtbar umzusetzen.“ Die Bürger-Energie-Genossenschaft hat die Dächer der Häuser angemietet, die Finanzierung mit der Sparkasse organisiert, den heimischen Handwerker beauftragt und sorgt schließlich dafür, dass der erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Investitionen von 100 000 Euro

„Das Investitionsvolumen beträgt über 100 000 Euro“, fügt Rolf Weber hinzu. Sie Summe kann dank eines Kredits der Förderbank KFW gestemmt werden. Es ist mit der BEG, der Sparkasse, der Zukunftsschmiede und der en Wohnen GmbH ein lokales, nachhaltig denkendes Netzwerk entstanden.

Thomas Biermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, lobte die Solarstromanlagen als einen „Schritt in die richtige Richtung.“ „Global denken und lokal in Netzwerken handeln“, lautet das Motto aller Beteiligten. Auch die Gebäude, auf den die Solarstromanlagen installiert wurden, wurden inzwischen energetisch saniert. „Wir haben die Elektrik erneuert, Kellerdecke und Dachgeschoss gedämmt und eine neue Zentralheizung wird noch eingebaut“, erklärt Alexander Dyck, Geschäftsführer der EN Wohnen GmbH die energetische Sanierung.

„Nach Fertigstellung aller Arbeiten werden die Mieter 40 bis 50 Prozent weniger Energie verbrauchen“, so das erklärte Ziel Dycks, der viel Potenzial bei der Energieeinsparung im Ennepe-Ruhr-Kreis sieht. Rund 74 Prozent der Häuser im Ennepe-Ruhr-Kreis sind in den 1950er und 1960er Jahren erbaut worden. Schritt für Schritt werden diese saniert. Die EN Wohnen GmbH saniert rund 400 Häuser im Kreis.

Die Rückmeldungen der Mieter fallen meist positiv aus. „Natürlich gibt es immer mal wieder Beschwerden über Dreck und Arbeitslärm, aber insbesondere die Installation der Solarstromanlagen wurden sehr positiv von den Mieter wahrgenommen“, so Dyck weiter. Am kommende Mittwoch, 24. Oktober, findet um 19 Uhr im Sparkassen Finanzcenter eine Infoveranstaltung zum Thema Solarstromanlagen in Gevelsberg statt.

 

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