Eine Investition in die Zukunft, die sich gelohnt hat

Ausbau von Jürgens Sport Shop
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Foto: WP

Gevelsberg..  Vor fünf Jahren wurde die Gevelsberger Mittelstraße als Flaniermeile in der City noch einmal neu eingeweiht. Es war 2008 eine Investition in die Zukunft, die sich gelohnt hat.

„Eine Fußgängerzone hätte bei uns nicht funktioniert“, ist City-Manager Frank Manfrahs sicher. Das damals außergewöhnliche Konzept, den Fußgängern zwar eindeutig die Vorfahrt zu geben, die Autos aber nicht ganz zu verbannen, hat sich als die richtige Lösung für die Innenstadt herausgestellt. In der Gevelsberger Innenstadt sind 226 Flächen, also quasi Geschäfte, Büros oder Praxen, zu vergeben, zählt Manfrahs zusammen.

Gastronomie ist der Kitt

Davon ständen im Augenblick neun leer. „Das sind 3,98 Prozent“, hat der City-Manager ausgerechnet. „Da würden sich andere Städte die Finger nach lecken“, weiß er. Vor dem Umbau der Mittelstraße war die Zahl mehr als doppelt so hoch.

Eigentlich müssten bei den Leerständen noch ein bis drei Objekte abgezogen werden. Manfrahs: „Die werden von den Eigentümern nicht mehr ausreichend gepflegt sowie saniert und sind deshalb im Grunde auch nicht mehr zu vermitteln.“

Ein Zeichen, dass die Menschen - und nicht nur die Gevelsberger - die City annehmen, sei auch eine Verdreifachung des gastronomischen Angebots seit der Umgestaltung vor fünf Jahren. „Das hat eine Menge mit dem Lebensgefühl zu tun. Die Gastronomie ist der Kitt zwischen allem. Man geht oder fährt schon einmal in die Innenstadt um einen Kaffee zu trinken oder nach Leuten zu gucken.“

Die City, da ist sich der Experte Manfrahs sicher, wird auch in Zeiten des Internet-Handels ihre Bedeutung behalten. Manfrahs: „Die Zeiten von ,Geiz ist geil’ nähern sich im Augenblick ihrem Ende. Die Kunden legen wieder verstärkt Wert aus eine gute Beratung.“ Selbst Anbieter im Internet würden in den Innenstädten Schauräume einrichten, in denen sie ihre Produkte vorführen können. Eine Entwicklung, die in den Vereinigten Staaten bereits vor mehr als einem Jahrzehnt eingesetzt hat.

Die Investitionen in die Gevelsberger Flaniermeile haben sich auch schon deshalb gelohnt, weil die Hausbesitzer nachgezogen, beispielsweise die Fassaden verschönert haben.

Anspruchsvolle Mieter

Damit verbunden ist dann auch die Suche nach anspruchsvolleren Mietern. Das verhindert den Einzug von Spielcasinos und Internetcafés in das Wohnzimmer der Stadt. „Das wollen wir natürlich vermeiden“, versichert der City-Manager. Und das ist bisher auch gelungen.

Dass das so bleibt und sich die Gevelsberger Innenstadt auch weiter gut entwickelt sei die Aufgabe der Zukunft. Die Arbeit von Frank Manfrahs ist nicht beendet, wenn alles gut läuft. „Eine City muss professionell gemanagt werden“, sagt er selbst. Zwei Tage in der Woche, die der Berater in Gevelsberg verbringt, würden allerdings für die Aufgabe auch ausreichen.

 
 

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