Ein ausgezeichneter Fotograf

Jonas Güttler aus Gevelsberg hat im Wettbewerb um den Peter-Christian-Schlüschen-Preis 2012 den dritten Platz erreicht
Jonas Güttler aus Gevelsberg hat im Wettbewerb um den Peter-Christian-Schlüschen-Preis 2012 den dritten Platz erreicht
Foto: WR
Jonas Güttler nahm in Berlin den dritten Preis des Wettbewerbs für Sportfotografie der Peter-Christian-Schlüschen-Stiftung entgegen. Vor einem Jahr hatte die Stiftung dem Gevelsberger bereits einen Sonderpreis für ein Bild von der WM der Fußball-Frauen verliehen.

Ennepe-Ruhr..  Ein große Auszeichnung für einen Fotografen unserer Zeitung. Jonas Güttler nahm in Berlin den dritten Preis des Wettbewerbs für Sportfotografie der Peter-Christian-Schlüschen-Stiftung entgegen. Vor einem Jahr hatte die Stiftung dem 22-jährigen Gevelsberger bereits einen Sonderpreis für ein Bild von der WM der Fußball-Frauen verliehen.

Schon als Teenager beschäftigte sich Güttler mit der Fotografie: „Es war das Hobby meines Vaters. Er hat vor allen Dingen Landschaften aufgenommen. Als ich 14 Jahre alt war, hat mir mein Großvater dann seine Spiegelreflex-Kamera geschenkt, die er nicht mehr gebraucht hat.“ Vor drei Jahren, in seiner Zivildienstzeit, klopfte Güttler dann bei unserer Redaktion in Schwelm an und fragte, ob er nicht auch für unsere Zeitung arbeiten könnte: „Ich weiß noch genau, mein erster Termin war das Kneipenfestival in Gevelsberg.“ Seitdem sind seine Bilder regelmäßig in unserer Zeitung zu sehen.

Inzwischen arbeitet der Fotograf nicht nur für unsere Zeitung, sondern auch für die Deutsche Presseagentur: „Ich gehe zu Bundesliga-Spielen, bin bei der Champions League dabei, habe aber auch zum Beispiel bei den Landtagswahlen in Düsseldorf fotografiert.“ Er war auch bei der Bombensprengung in Viersen dabei und bei der Nominierung von Michelle Müntefering zur Bundestags-Kandidatin der SPD. Seine Agentur-Bilder sind zum Beispiel im Stern, im Spiegel oder der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Einerseits ist Jonas Güttler also im Einsatz für eine große Presseagentur, andererseits für eine Lokalzeitung. Was ist der Unterschied? „Beide Gebiete sind für mich sehr interessant. Bei der Agentur zum Beispiel die Reisen. Aber hier in Gevelsberg, Ennepetal oder Schwelm ist man näher an den Menschen dran. Ich kann besser auf sie eingehen.“ Das spüren unsere Leserinnen und Leser, wenn sie die Bilder von Jonas Güttler sehen.

Um den Preis der Peter-Christian-Schlüschen-Stiftung haben sich in diesem Jahr 183 Fotografinnen und Fotografen beworben. Er ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. Güttlers Foto, für das er den dritten Preis erhielt, entstand bei einem Termin für die Nachrichtenagentur dpa. Es zeigt, wie vor dem Fußballspiel Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt – damals eine Zweitligabegegnung – dichter Rauch aus der Frankfurter Fankurve aufsteigt. Ratlos wirkende Spieler stehen vor einer großen weißen Wolke auf dem Rasen. Aufgrund des Geschehens am 13. Februar dieses Jahres wurden die Frankfurter Fans vom DFB-Sportgericht für ein Auswärtsspiel ausgeschlossen.

Bei solchen Erfolgen wäre eigentlich für Jonas Güttler eine Karriere als Pressefotograf vorgezeichnet. Und doch hat sich der mit der Kamera so erfolgreiche Gevelsberger zu einem anderen beruflichen Weg entschlossen. Er studiert in Düsseldorf Zahnmedizin, weil er darin eine sichere Zukunft sieht. Der Dentist, so sagt der 22-Jährige, sei eher der Handwerker, der Fotograf der kreative Teil von ihm. So ganz wird er aber wohl nie den Zahnarztstuhl gegen den Fotoapparat eintauschen. Wenn er durch den Sucher schaut, „dann tue ich etwas, was mir Spaß macht“, sagt Jonas Güttler.

 
 

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