Ehrung für das Aushängeschild Linderhausens

Foto: Christina Makarona

Schwelm..  „Heute ist ein glücklicher Tag in der Geschichte Deutschlands“, eröffnete Oliver Flüshöh, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Schwelm, seine Rede zum Tag der Deutschen Einheit. Doch der gestrige Tag war auch ein glücklicher für den Förderverein Gemeindehaus Linderhausen, denn diesem wurde von der CDU der diesjährigen Bürgerpreis verliehen.

Europa und der Deutsche Staat stünden derzeit an der Grenze ihrer Belastbarkeit, so Oliver Flüshöh. Deshalb sei es umso wichtiger dass das Ehrenamt die „Zukunft in Menschlichkeit, Wohlstand und unter Teilhabe der Schwächeren sichert“. Dazu trage auch der Förderverein Gemeindehaus Linderhausen bei.

Ehrenamt sichert Zukunft in Menschlichkeit und Wohlstand

„Ich freue mich sehr über diese Nominierung des Fördervereins für den Bürgerpreis, denn das zeigt, dass dieses kleine gallische Dorf mit Schwelm eng zusammengewachsen ist“, schloss Flüshöh seine Rede ab, bevor den Vereinsvertretern der Bürgerpreis überreicht wurde.

Christiane Sartor, Oliver Flüshöh und Fraktionschef Matthias Kampschulte überreichten an Gerd Löber, stellvertretender Vereinsvorsitzender, Ute Kuhnhenn als Vertreterin für das Team des Domcafés und dem Vereinsvorsitzenden Werner Wirth nicht nur die Bürgerpreis-Urkunde, sondern auch einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Geld, das für den Erhalt des Gemeindehauses durchaus wichtig ist, denn der Förderverein ist seit dem Jahr 2010 alleiniger Träger. „Bei der Gründungsversammlung vor acht Jahren waren wir alle voller Optimismus, dass wir das Gemeindehaus erhalten können“, blickte Werner Wirth auf den 26. Oktober 2004 zurück, als 20 Männer und Frauen im Berghauser Hof den Entschluss fassten, das Gemeindehaus, das die evangelische Kirche damals aufgeben wollte, nicht fallen zu lassen. „Seitdem sind wir eine große Gemeinschaft, in der alle für das Gemeindehaus zuständig sind.“

„Das Domcafé ist das Aushängeschild des Gemeindehauses. Doch wichtig ist auch die Arbeit, die dahinter steckt“, zeigte der erst vor kurzem ernannte Superintendent im Kirchenkreis Schwelm, Hans Schmitt, als Laudator noch einmal die Verdienste des Fördervereins Linderhausen auf. Schmitt wohnt selbst in Linderhausen, hielt in dem Gemeindehaus seine erste Rede als Vikar. „Wenn ich auf meinem Balkon sitze und Getötter entlang der Straßen höre, dann weiß ich: Es ist wieder Domcafé-Sonntag.“ Allein mit der Öffnung des Domcafés sei die Arbeit jedoch nicht getan, so der Superintendent. „Die Kuchen müssen gebacken, Tische vorbereitet und besondere Aktionen organisiert werden.“ Dabei gehe es einzig und allein um den Erhalt des Gemeindehauses.

Hans Schmitt: „Zur Zeit der Vereinsgründung gab es auch viele Pessimisten. Menschen, die daran gezweifelt haben, dass das Gemeindehaus erhalten werden kann. Der Förderverein hat es geschafft.“

EURE FAVORITEN