DRK rüstet Kleiderkammer auf

Jacqueline Storck
Das Team der Kleiderkammer – hier mit dem DRK-Ortsvereins-Vorsitzenden Jan Peterson – hat nun sogar eine getrennte Damen- und Herrenabteilung.
Das Team der Kleiderkammer – hier mit dem DRK-Ortsvereins-Vorsitzenden Jan Peterson – hat nun sogar eine getrennte Damen- und Herrenabteilung.
Foto: Jacqueline Stork

Gevelsberg.  Der Ortsverein Gevelsberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rüstet auf und erweitert damit wesentlich sein Angebot. Seit 2007 betreibt das DRK an der Hagener Straße 237 seine Kleiderbörse. Jetzt hat das humanitäre Hilfswerk einen eigenen Kleintransporter angeschafft.

Die Idee dahinter: „Immer wieder wurden wir gefragt, ob wir Kleiderspenden auch abholen konnten“, erklärt Christel Dubel, die gemeinsam mit ihrem Mann Siegfried die Kleiderbörse des Ortsvereins ehrenamtlich führt. „Denn häufig wollen Menschen Kleider des verstorbenen Partners spenden, schaffen aber diesen Schritt nicht alleine“, weiß Siegfried Dubel.

Neuer Mitarbeiter

Ohne Auto und ohne festen Mitarbeiter war das für die Ehrenamtlichen der Kleiderbörse allerdings nur schwer umsetzbar. „Deshalb haben wir Carsten Sprave geringfügig angestellt“, erklärt Hans-Günter Adrian, Schriftführer des Ortsvereins. Er ist über diese neue Aufgabe glücklich. „Aus Krankheitsgründen bin ich nicht mehr voll arbeitsfähig, ich habe hier eine sinnvolle Beschäftigung gefunden, verdiene mir ein paar Euro dazu, kann anderen helfen und komme mir selbst nicht mehr nutzlos vor“, sagt Carsten Sprave

Je nach Bedarf holt er gemeinsam mit Siegfried Dubel Kleiderspenden jetzt auch direkt an der Haustür der Gevelsberger ab. Und häufig werden die beiden Rotkreuz-Männer dann auch auf einen Kaffee und ein Gespräch hinein gebeten. Etwas, das beiden Freude macht. „Wir haben immer ein offenes Ohr“, versprechen sie.

Aber auch in den Räumlichkeiten der Kleiderbörse hat sich einiges getan. „Wir haben nun eine Damen- und eine Herrenabteilung – alles fein säuberlich sortiert“, sagt Siegfried Dubel stolz. Besonders die einheitlichen Plastikbügel haben es ihm angetan. „Bügel aus Holz oder Drahtbügel kommen mir hier nicht dazwischen – ich hasse Unordnung“, sagt Dubel. Es gibt nur eine Ausnahme: Ein Holzbügel der Gebrüder Rosenthal, einer alten Gevelsberger Fabrik. „Das ist unser Talisman“, sagt Christel Dubel. Und dieser Holzbügel wird wohl der einzige bleiben, der in der Kleiderbörse an der Hagener Straße hängen darf.

Endlich ein eigenes Lager

Endlich hat die Kleiderbörse auch ein eigenes Lager, wo jetzt schon Herbst- und Wintersachen eingelagert wurden. „Hat ein abgegebenes Kleidungsstück mal einen Fleck, können wir es jetzt dank unserer Waschmaschine selbst hier vor Ort reinigen“, ist das Ehepaar Dubel zufrieden.

Insgesamt kümmern sich 10 ehrenamtliche Helfer und die Kleiderbörse, die dienstags von 10 bis 12 Uhr, und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet hat. „Bei uns bekommt man nichts geschenkt, Jeder soll sich als Kunde hier fühlen und auch einen kleinen Obolus für seine Kleidung bezahlen“, sagt Christel Dubel. Im Angebot hat das Team rund um Christel Dubel etwa 4000 Kleidungsstücke. Das Repertoire reicht von Anzügen über Hemden, Blusen, T-Shirts bis hin zu Schuhen. Sogar ein Brautkleid wartet aktuell auf eine neue Besitzerin. „Vorbei schauen lohnt sich“, verspricht Christel Dubel.

Der DRK-Ortsverein Gevelsberg sucht noch weitere ehrenamtliche Helfer für alle Aufgabenbereiche des DRK.