Drei Tote in der Sauna — Männer waren erheblich betrunken

Tod in der Sauna: Einen technischen Defekt haben die Ermittler ausgeschlossen.
Tod in der Sauna: Einen technischen Defekt haben die Ermittler ausgeschlossen.
Foto: dpa
Eine Kombination aus Alkohol und Müdigkeit ist vermutlich für den Tod von drei Männern verantwortlich, die nach einer Feier in einer Sauna in Ennepetal starben. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Hagen mit. Die Männer waren nach einer Nikolausfeier tot in einer Sauna gefunden worden.

Ennepetal/Hagen. Die Staatsanwaltschaft Hagen geht im Fall der drei Männer, die vor zwei Wochen tot in der Sauna eines Privathauses in Ennepetal aufgefunden wurden, weiterhin von einem Unglücksfall aus. Den ersten Ergebnissen der toxikologischen Untersuchung zufolge steht fest, dass die drei erheblich alkoholisiert waren.

Der Blutalkoholwert habe jeweils bei mehr als 2,3 Promille gelegen, teilte Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli gestern mit. Die drei 48, 36 und 38 Jahre alten Männer hatten nach einer großen privaten Nikolausfeier am 7. Dezember in Voerde noch im nahe gelegenen Wohnhaus des 48-Jährigen weitergefeiert und am Morgen des folgenden Tages die Sauna aufgesucht. Mittags waren dann die drei Leichen gefunden worden.

„Aufgrund der Intoxination sind die übermüdeten Männer mutmaßlich in der Sauna eingeschlafen und im weiteren Verlauf einem Herz-Kreislaufversagen erlegen“, so Pauli. Hinweise auf ein Fremdverschulden hätten sich bislang nicht ergeben. Einen technischen Defekt hatten die Ermittler ebenfalls ausgeschlossen.

Der Oberstaatsanwalt erklärte, dass die toxikologischen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. In einem abgestuften Verfahren würden die Blutproben auf weitere Giftstoffe hin getestet. Mit Ergebnissen rechne er nicht vor Ende Januar.

 
 

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