Direkte Anbindung an die großen Radwege fehlt noch

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal..  Viele Radfahrer fordern im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis seit Jahren die Anbindung an die großen, überregional bedeutenden Radwege. Ruhrtalradweg und Nordbahntrasse sind da nur zwei Beispiele, an die sich Radfahrer und Stadtmarketingexperten gleichermaßen einen Anschluss wünschen.

Seit vielen Jahren – noch unter Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke – begann man mit den Planungen, Schwelm an die Nordbahntrasse anzubinden. Die verläuft von Wuppertal-Vohwinkel bis Wuppertal-Schee und ist seit einiger Zeit befahrbar. Einzig: In Schwelm sind die Planungen relativ versandet.

Teil der Trasse bereits überbaut

Kurz hinter der Brücke Kohlenstraße in Wuppertal trennten sich die ehemaligen Strecken nach Schwelm und Hattingen. Heute ist der Abschnitt nach Hattingen Teil der Nordbahntrasse, der Abzweig nach Schwelm hingegen ungenutzt. Außerdem ergibt sich die Schwierigkeit, dass die Trasse nicht mehr komplett erhalten ist:

Beim Ausbau der A1 wurde eine Eisenbahnbrücke auf Wuppertaler Gebiet abgerissen. Auch in Schwelm ist die Trasse an einigen Stellen bereits überbaut. Wie es weiter geht?

Niemand weiß es wirklich, aber die neue Schwelmer Bürgermeisterin Gabriele Grollmann hat während des Wahlkampfs bereits erwähnt, für wie wichtig sie auch eine solche Anbindung findet, vor allem, um Auswärtige nach Schwelm zu locken. Das soll in Gevelsberg auch der Radweg „Von Ruhr zu Ruhr“ gewährleisten, dessen erster Abschnitt auf Wetteraner Gebiet aktuell gebaut wird.

„Von Ruhr zu Ruhr“

Im zweiten Bauabschnitt soll die Strecke nach Silschede weitergeführt werden, im dritten Abschnitt schließlich bis zum Bahnhof West. In Wetter wäre der Anschluss an den Ruhrtalradweg gegeben, gleichzeitig der Lückenschluss des Radwegs „Von Ruhr zu Ruhr“ erfolgt. Das ist zumindest die Theorie, um der ehemaligen Trasse der Elbschetalbahn neues Leben einzuhauchen. Laut Planungen soll das Gesamtprojekt 2020 abgeschlossen sein. Allerdings warten auf dem Weg noch einige Schwierigkeiten bei der Umsetzung ab dem Silscheder Tunnel.

 

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