Die Sonne strahlte zum Erntedank

Die Kinder der Grundschule Rüggeberg sangen Lieder und trugen Gedichte vor.
Die Kinder der Grundschule Rüggeberg sangen Lieder und trugen Gedichte vor.
Foto: Christina Makarona

Ennepetal.. Ein wunderschöner Herbsttag, und der Himmel war wie gemalt. Ideale Voraussetzungen für die Veranstaltungen zum Erntedank in Rüggeberg und Voerde.

In Rüggeberg war es ein Fest, wie es wohl früher auf den Dörfern gefeiert wurde. Die Glocken der Kirche läuteten, Konfirmanden trugen nach alter Sitte die Erntekrone in das bis auf den letzten Platz besetzte Gotteshaus. Für Pfarrer Andre Graf war das eine Art Premiere, ist er doch erst seit einigen Wochen im Höhendorf.

Kinder aus Grundschule und Kindergarten dabei

Nach dem Gottesdienst füllte sich der Marktplatz mit alt und jung. Der von Rüggeberger Landwirten gebundene Erntekranz stand neben dem Schmittenboom des Heimatvereins. Der Heimatverein mit Werner Balke an der Spitze war es auch, der wieder einmal das bunte Programm zusammengestellt hatte. Gleich zu Beginn gab es für Werner Balke ein herzliches Dankeschön. Auf dem mit Blumen geschmückten Wagen erhielt er von Marion Tigges-Haar eine Sonnenblume überreicht. Herzlichen Beifall gab es im Laufe der Feier für alle Akteure, und Marion Tigges-Haar ließ sogar das Publikum „Raketen und eine Welle“ für die Jungen und Mädchen aus Kindergarten und Grundschule starten. Es waren schöne „Augenblicke“, so wie es Thomas Wolff anfangs gesungen hatte. Dazu spielte er Keyboard.

Jungen und Mädchen aus dem Ev. Kindergarten Rüggeberg und aus der Grundschule des Höhendorfes sangen und trugen Gedichte vor. Mit einem plattdeutschen Gedicht zum Erntedank trat Werner Balke vor das Mikrofon. Eine Nacherzählung aus einem Breslauer Lesebuch erzählten Kinder aus Severinghausen. Inge Friemann, die Vorsitzende des Landfrauenvereins in Ennepetal, sprach das Gedicht „Herbsttag“ von Hebbel. Schöne Stimmen erklangen, als der Ev. Kinder- und Jugendchor Rüggeberg unter Leitung von Maria Hinsenkamp sang, unter anderem „Das Laub fällt von den Bäumen“.

Dass wir in Deutschland Grund zum Danken haben, sagten Marion Tigges-Haar und Werner Balke. Sie wiesen wie Landwirt Dirk Kalthaus auf die hungernden Menschen in Ostafrika hin. Kalthaus fragte in seiner Rede, ob wir wirklich alles tun, diesen Menschen zu helfen. Dirk Kalthaus forderte eine „ehrliche Diskussion“, wenn es um Zukunftsfragen und Landwirtschaft gehe. Jeden Tag würden in Deutschland 80 Hektar Ackerflächen verschwinden.

Gefragt war den ganzen Tag über auch der Förderverein der Ev. Kirchengemeinde Rüggeberg. Dessen Vorsitzender, CDU-Stadtrat Jens Knüppel, und sein Stellvertreter Jörg Kalthaus sagten: „Wir sind gleich dreimal dabei: Mit dem Basar unseres Kreativkreises, mit dem Kirch-Kaffee und hier auf dem Marktplatz mit dem Grillstand.“ Unter den vielen Besuchern weilte auch das neue Ratsmitglied aus Rüggeberg, Fritz Lotz (SPD).

Dass die meisten Besucher sich angesichts der sommerlichen Temperaturen unter den schattigen Bäumen aufhielten, das hat es bei einem Erntedankfest in Rüggeberg wohl noch nie gegeben. Winfried Bettin vom Heimatverein hielt es fotografisch fest -- für das Archiv.

Voerder Kranz schon
am Freitag befestigt

In Voerde war der Erntekranz schon am Mast befestigt, als am Samstag das Erntedankfest des Heimatvereins Voerde am Eingang zum „Zönchen“ begann. Einige Besucher waren wohl etwas enttäuscht darüber. Doch es waren Sicherheitsgründe, wie Heimatvereins-Vorsitzender Robert Dörnen sagte. So wurde der Erntekranz schon am Freitag mit Hilfe des Hubwagens der Stadt angebracht.

Der Heimatverein hatte Bänke aufgestellt, Getränke und Würstchen wurden angeboten, und die Musik kam aus der Konserve. Vorsitzender Robert Dörnen und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen sprachen jeweils launige Grußworte. An den Stehtischen wurde im Sonnenschein geplaudert. In der alten Heimattracht waren die Ehren-Bürgermeister Friedrich Döpp und Michael Eckhardt dabei.

 
 

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