Die Mittelstraße lebt und bebt

Der Boulevard Gevelsberg zog tausende Besucher an.
Der Boulevard Gevelsberg zog tausende Besucher an.
Foto: Volker Speckenwirth (WR)

Gevelsberg. Die Mittelstraße bebte – und das nicht nur beim Auftritt von „Extrabreit“: Der „Boulevard Gevelsberg“ bleibt als fröhliches, buntes und friedliches Fest zur Feier des 125-jährigen Stadtjubiläums in Erinnerung. Zehntausende strömten bei sommerlichem Wetter zwischen Freitag- und Sonntagabend über die Flaniermeile. Kaum zu zählen waren die Aktionen, Angebote und Darbietungen, die die Besucher lockten.

Höhepunkt war der Samstagabend. In Scharen pilgerten die Menschen die Straße hoch in Richtung Timpen. Mehr als 7000 Besucher wollten „Extrabreit“ hören. Und fast auf die Sekunde genau ging es los: Mit „Kleptomanie“ eröffnete die Hagener Rocklegende um Sänger Kai Havaii ihr Konzert. „Polizisten“, „Hart wie Marmelade“, „Her mit den Abenteuern“ und vieles mehr war zu hören. Richtig los ging es dann mit „Flieger grüß’ mir die Sonne“ – alle sangen mit. „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ und „Hurra, hurra, die Schule brennt“ begeisterten die Zuhörer nicht weniger. Mit „Junge, wir können so heiß sein“ endete nach genau 90 Minuten ein heißes Konzert, dass trotz des Massenandrangs ohne ernste Zwischenfälle verlief. Nur der Sound ließ zu wünschen übrig.

Erfreulich für die Getränke- und Speisenanbieter in der Fußgängerzone: Trotz des großen Zuspruchs für „Extrabreit“ saßen die „Sauerland-Schurken“ nicht auf dem Trockenen. Mit ihren fetentauglichen Rockversionen bekannter Schlager sorgten sie für Stimmung – und lockten viele Zuhörer, auch noch nach Konzertende am Timpen.

Viele weitere Höhepunkte bot der „Boulevard“ an den drei Tagen“ – so viele, dass sie an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden. Und bis auf wenige Kunstpausen am Samstagnachmittag herrschte auf der Mittelstraße Hochbetrieb. Einen guten Teil zur lebendigen Atmosphäre trugen auch die Straßenkünstler bei, die im Rahmen des 3. Gevelsberger Straßenkunstfestivals zum Teil großartiges Spektakel boten.

„Ich bin total zufrieden. Unser Anspruch, den Boulevard als Boulevard XL zum Jubiläum mit noch höherer Qualität durchzuführen, ist voll aufgegangen“, freute sich Bürgermeister Claus Jacobi. Das Besucheraufkommen sei gegenüber den beiden vorherigen Auflagen deutlich höher gewesen, die regionale Strahlkraft habe zugenommen und es sei gelungen, das Partnerschaftsgeschehen einzubauen. „Das höhere Budget hat sich voll ausgezahlt“, meinte Jacobi.

„Wir haben den
Wettergott gepachtet“

Auch „ProCity“-Vorsitzender Werner Tasbier äußerte sich sehr zufrieden. „Das hat einfach gute Laune gemacht“, sagte er gestern zum Ende des sehr gut besuchten verkaufsoffenen Sonntags. Viele Besucher von auswärts seien da gewesen und für die Gevelsberger habe „das Treffen vor der Kirmes auf dem Boulevard stattgefunden“. Nicht zu Unrecht verwies Tasbier auf einen wesentlichen Faktor: „Wir haben den Wettergott gepachtet“. Nur kurz regnete es – trotz eher düsterer Vorhersagen – am Sonntagnachmittag. Doch selbst die Modenschau auf dem Buteraplatz wurde dadurch kaum beeinträchtigt. Der große Regen kam dann abend – aber da war der „Boulevard“ ja auch geschlossen.

Die Feiern zum 15-jährigen Bestehen der Partnerschaft Gevelsbergs mit Sprottau bereicherten das Programm des Wochenendes. Und der am Samstag eingeweihte Sprottauer Platz bot anschließend auch jede Menge Leben.

 
 

EURE FAVORITEN