Die Linke will Daniel Gräfe nicht haben

Daniel Gräfe.
Daniel Gräfe.
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Ennepetal.  Und nun? Der Ennepetaler Daniel Gräfe, der bereits in der SPD, der CDU und zuletzt bei der AfD Mitglied war, hat Schwierigkeiten, eine neue politische Heimat zu finden. Denn: Die Linke, der er sich anschließen wollte, will ihn nicht haben.

Gräfe hatte beantragt, zum 1. Juli aufgenommen zu werden Doch die Linken wollten ihn nicht in ihren Reihen haben. „Wir freuen uns über jeden, der rechtspopulistische Parteien verlässt und Interesse an uns zeigt“, sagt Kreissprecher Wolfgang Krupke. Suspekt sei dem Kreisverband aber das Parteien-Hopping, das aufgrund persönlicher Querelen und nicht wegen politischer Differenzen geschah, wie sich in einem Gespräch zeigte, zu dem der Kreisvorstand Gräfe eingeladen hatte.

Der Kreisvorstand habe deutlich gemacht, Gräfes Vergangenheit zwar kritisch zu sehen, ihn aber nicht pauschal verurteilen zu wollen. Dennoch dränge sich der Verdacht auf, dass es Gräfe nicht um eine politische inhaltliche Arbeit in der Partei, sondern um die Profilierung der eigenen Person gehe. Noch nie habe der Kreisvorstand einen Mitgliedschaftsantrag abgelehnt.

Der Klutertstädter reagierte, wandte sich an die Landesschiedskommission und legte schriftlichen Einspruch gegen die Ablehnung ein. Wenige Stunden später hatte er allerdings selbst keine Lust mehr, bei den Linken mitzumachen und stornierte seinen Mitgliedschaftsantrag mit der Begründung, dass der Kreisvorstand ihn „mehr als diskriminiert“ habe. Und nun?