Der Sportpark Nord ist für VfB „so gut wie tot“

Der VfB favorisiert den Kunstrasenbau auf der Sportanlage An der Rennbahn. Die beiden neuen Plätze würden quer über die Fläche des heutigen Aschenplatzes verlaufen. Der Abstand zur Hochspannungsleitung wäre groß genug.
Der VfB favorisiert den Kunstrasenbau auf der Sportanlage An der Rennbahn. Die beiden neuen Plätze würden quer über die Fläche des heutigen Aschenplatzes verlaufen. Der Abstand zur Hochspannungsleitung wäre groß genug.
Foto: www.blossey.eu

Schwelm..  Einen richtungsweisenden Paukenschlag setzte der VfB Schwelm bei der ersten Zusammenkunft des „Runden Tisches Kunstrasenplätze“ am Mittwochabend im Schwelmer Rathaus. „Der Sportplatz Nord ist für uns so gut wie tot“, erklärte VfB-Vorstand Michael Starke. Damit erteilte der Verein allen weiteren Überlegungen hinsichtlich eines Kunstrasenbaus an der Gevelsberger Straße in Linderhausen im Grunde genommen eine Absage.

Rennbahn wird favorisiert

Die ablehnende Haltung des VfB zur Anlage in Linderhausen ist deshalb richtungsweisend, weil der Erlös aus dem Verkauf des VfB-Sportplatzes Am Brunnen für die Finanzierung des Kunstrasenbaus – egal an welcher Stelle – zwingend benötigt wird. Die Absage an den Sportpark Nord bedeutet, dass für den VfB nur noch der Kunstrasenbau auf dem Sportplatz An der Rennbahn bei gleichzeitiger Aufwertung des Sportplatzes Rote Berge für Leichtathleten und Breitensport infrage kommt.

Die Aussage erreichte die Verwaltung und Politik wenige Tage vor der Sitzung des Rates am Dienstag, 23. Juni, in der eine Entscheidung zum Ankauf der benötigten Fläche an der Gevelsberger Straße in Linderhausen zwingend erforderlich wird. Die Kauf-Option der Stadt Schwelm für das Gelände läuft am 30. Juni aus.

Erste Reaktionen aus Reihen der Politik deuten darauf hin, dass die Entscheidung im Rat gegen einen Ankauf ausfallen könnte. Es mache keinen Sinn, den Grundstückserwerb zu beschließen, wenn der VfB nicht mehr mit im Boot sitzt, so der Tenor. Gleichwohl wollen sich alle Fraktionen dazu bis Dienstag noch einmal beraten.

Die Kauf-Option verstreichen zu lassen birgt das Risiko, dass Schwelm am Ende gar keinen Kunstrasenplatz bekommt. Völlig unklar ist, ob die Eigentümer der benötigten Fläche für den Sportpark Nord ihr Grundstück auch in Zukunft verkaufen wollen, und zu welchem Preis. Unklar erscheint nach der ersten Zusammenkunft des „Runden Tisches Kunstrasenplätze“ auch, wie teuer der Kunstrasenbau An der Rennbahn bei gleichzeitiger Herrichtung des Sportplatzes Rote Berge wird. Fachleuten zufolge könnte das deutlich teurer werden als der Sportpark Nord. Der VfB-Vorstand wiederum geht von der Machbarkeit und Finanzierbarkeit aus und sieht die größeren, auch finanziellen Risiken vielmehr beim Sportpark Nord. Das sei auch der Grund, so VfB-Vorstand Michael Starke, warum der Standort Linderhausen bei seinen Mitgliedern derzeit nicht mehr vermittelbar sei.

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