Der erste Bauherr fängt am 28. Juli an zu bauen

Baustellengespräch an der oberen Einfahrt zum Neubaugebiet von der Frankfurter Straße aus (von links):
Baustellengespräch an der oberen Einfahrt zum Neubaugebiet von der Frankfurter Straße aus (von links):
Foto: WP

Schwelm..  Das Neubaugebiet Winterberg erfreut sich bei Häuslebauern großer Beliebtheit. Von den insgesamt 64 Grundstücken sind bereits 27 verkauft und 25 fest reserviert. Notartermine sind in sieben Fällen bereits vereinbart. Nur für lediglich zwölf Baugrundstücke werden noch Käufer gesucht. Darunter ist auch eine 1353 qm große Parzelle, auf die ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen gebaut werden kann. Über den aktuellen Stand der Planungen informierten gestern diese Zeitung die Sparkassenchefs Lothar Feldmann und Michael Lindermann, Frieder Altrogge von S-Projekt Schwelm und Karl-Heinz Jung (LBS).

Schnelles Internet vorhanden

Nicht mehr wiederzuerkennen ist die insgesamt 88 000 qm große vom Bebauungsplan überplante Fläche. Seit dem ersten Spatenstich Anfang März hat sich viel getan. Die Erschließung ist im vollen Gange und wird Ende September abgeschlossen sein. Beim Rundgang über die Baustraßen lässt sich bereist ein erster Eindruck des neuen Stadtteils gewinnen. 730 Meter Straße sind bis auf die letzte Asphaltschicht bereits fertig. Nur 50 Meter Schotterstraße fehlen noch. Diese führen zum im Bau befindlichen Regenrückhaltebecken (2500 Kubikmeter). Es dient bei Starkregen als Puffer und sorgt dafür, dass das Oberflächenwasser dosiert in die Schwelme abgeleitet werden kann.

1560 Meter Kanal und 5000 Meter Versorgungsleitungen sind verlegt worden und unter dem Erdreich verschwunden. Wer am Winterberg baut, findet Gas, Strom, Kabelfernsehen von Unitymedia und schnelle Datenleitungen der Telekom (bis zu 16 MBit/s) vor. Der erste Eigenheimbau startet auf dem Grundstück Nummer 9 am 28. Juli. Bis Ende August werden fünf weitere Bauherren mit dem Hausbau beginnen. Wenn alles glatt läuft, werden diese Familien Weihnachten in den neuen eigenen vier Wänden feiern können.

Das ist übrigens auch ein Thema, das den Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Lothar Feldmann und seinen Stellvertreter Michael Lindermann brennend interessiert. „Ich bin gespannt, wie viele Weihnachtsbäume wir ausliefern müssen. Wir stehen zu unserer Zusage“, sagt Lothar Feldmann. Damit gemeint ist das zum Spatenstich abgegebene Versprechen der Sparkasse, all den Häuslebauern einen Tannenbaum zu spendieren, die Weihnachten im neuen Eigenheim wohnen.

An S-Projekt Schwelm und allen an der Erschließung beteiligten Firmen und Behörden wird es nicht scheitern. „Die Zusammenarbeit mit den Technischen Betrieben Schwelm war hervorragend. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das gleiche Lob gilt auch für die AVU. Alle haben mit Begeisterung mitgearbeitet“, lobt Frieder Altrogge die gute Zusammenarbeit.

Optimale Versorgung

„Wir werden Anfang August mit den Baustraßen fertig sein“, sagt Frieder Altrogge. „Die Bauherrn finden eine optimale Versorgung vor.“ Damit meint er vor allen Dingen auch die im Boden liegenden Gasleitungen. „Das ist heute nicht mehr die Regel, denn für viele Versorgungsunternehmen sind diese Arbeiten unwirtschaftlich“, so die Erfahrung von Altrogge. Durchschnittlich jeder zweite Neubau heizt heutzutage mit Luft-Wasser-Wärmepumpen und die funktionieren mit Strom – ohne Gas.

Als nächstes werden die Lärmschutzwände gebaut. „Wir warten auf die Baugenehmigung“, gibt Altrogge die Richtung vor. 165 Meter lang wird dieser Wall an der Frankfurter Straße und 180 Meter lang an der Winterberger Straße sein. Das Bauwerk misst drei Meter in der Höhe, errechnet aus einem Erdwall von ein Meter Höhe und einer immergrünen Wand von zwei Metern Höhe. Das Brutto-Bauland beträgt 66 000 qm, das Bauland selbst für die 66 Parzellen misst 38 000 qm. 24 000 qm Grünfläche wird es einmal geben. Der Spielplatz soll im nächsten Jahr fertig sein. Die Grundstücke kosten erschlossen zwischen 200 und 230 Euro pro Quadratmeter

Das gesamte Neubaugebiet wird ein „verkehrsberuhigter Bereich“ sein. Dort darf nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Die Familienfreundlichkeit drückt sich auch in der Wahl der Straßennamen für das Neubaugebiet aus. So gibt es beispielsweise den Wilhelm-Busch-Weg, den Michael-Ende-Weg oder auch den Astrid-Lindgren-Weg.

Vergessen ist auch der Ärger über die „plötzlich“ im Baufenster aufgetauchte Hauptwasserleitung längs der Winterberger Straße, durch die das Gewerbegebiet Oelkinghausen versorgt wird und die in keinem Plan verzeichnet war. Dank der Umsicht des Bauunternehmens wurde sie rechtzeitig „gefunden“.

 
 

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