Denkmäler öffnen unter dem Motto Farbe

m Industriemuseum präsentieren Horst Berens (links) und Prof. Dr. Reinhardt Döpp (rechts) die Werke des Künstlers Jürgen Unger.
m Industriemuseum präsentieren Horst Berens (links) und Prof. Dr. Reinhardt Döpp (rechts) die Werke des Künstlers Jürgen Unger.
Foto: Hans Jochem Schulte

Ennepetal..  Es gibt sie: 73 kulturelle Zeugen in der Stadt Ennepetal. Es sind Denkmäler der verschiedensten Art. Dazu zählen Wohnhäuser, Industriebauten, eine Bandwirkerei und natürlich der Bahnhof. Beim „Tag des offenen Denkmals“ unter dem Motto „Farbe“ nannte Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen diese Zahl bei der Eröffnung der Kunstausstellung des Malers Jürgen Unger im Industriemuseum. Geöffnet war auch der Bahnhof. Am Krenzer Hammer wurde das 11. Schmiedefest gefeiert, und der „Tag des offenen Hammers“ wurde in Ahlhausen begangen.

Krenzer Hammer

Es war auf dem Weg zum Krenzer Hammer im Tal der Ennepe nicht zu überhören: Geräusche von Hämmern und fröhlichen Menschen. Der Handwerkermarkt bot ein buntes Bild, hier wurde geschmiedet, Schmuck erstellt, mit Leder und Steinen gearbeitet, Seifen produziert. Kinder schmiedeten Hämmer, standen am Amboss und schnitzten die Stiele dazu, immer unter fachlicher Anleitung. Der Chef der historischen Werkzeugfabrik, Wilfried Krenzer, und Martin Hartung sowie Volker Tötter führten durch den Betrieb. Die Vorsitzende des Fördervereins Krenzer Hammer, Ehrengard Krenzer, präsentierte das mit vielen Fotos versehene neue Buch „Erinnerungen – über uns und aus dem Tal der Ennepe“. (Mehr dazu siehe Infokiste).

Industriemuseum

Am Tag des offenen Denkmals zog die Kunst ins Museum ein. Der Gevelsberger Jürgen Unger, der rund 40 seiner Werke dem Förderkreis Industriemuseum schenkte (wie berichtet), stellte einige seiner Bilder vor. Der Künstler selbst erläuterte seine Werke, in diesem Falle Motive aus der Industrie, passend zum Museum, und auch zum Thema des Tages, das „Farbe“ hieß.

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen eröffnete im Beisein seines Stellvertreters Manfred Drabent und des SPD-Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer die Ausstellung. Prof. Dr. Reinhardt Döpp informierte über Farbe in Kunst und Technik, sprach „vom Wert der Farbe“ und sagte den Besuchern, dass er schon seit einiger Zeit ganz privat ein Bild Ungers besitze. Döpp dankte dem Künstler für die Schenkung von rund 40 Bildern. Museumsmitarbeiter Horst Berens hatte die Ausstellung vorbereitet. Lichter in verschiedenen Farben beleuchteten die Kunstwerke und gaben dem Industriemuseum ein neues Ambiente, dazu gab es schöne und jazzige Klänge von Major Minor und Partner. Und auch das Café des Museums im Schieferhaus war von den Besuchern gefragt.

Ahlhauser Hammerwerk

Der Jahrhunderte alte Hammer im Tal der Ennepe steht nicht unter Denkmalschutz. Am Sonntag lud der Förderverein zum Erhalt des Hammers unter dem Motto „Tag des offenen Hammers“ ein.

Viele Besucher ließen sich die alte Hammeranlage erklären. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und seine Frau Ilona zählten zu den Gästen. Wiggenhagens Feststellung: „Es hat sich da viel getan!“ Die Wiggenhagens hatten auch das Schmiedefest besucht. Ein Fachgespräch führte der stellvertretende Bürgermeister Manfred Drabent mit Bärbel Kätzler vom Förderverein. Drabent besuchte den Ahlhauser Hammer mit seiner Frau Gabi. Auch er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Vereins.

Bahnhof

Der Förderverein zum Erhalt des Denkmals Bahnhof ließ die Jazzband der Musikschule spielen. Die Gruppe um Hans-Peter Beckmann gilt schon seit längerer Zeit als ein Garant für gute Musik. Inge Vaupel, Mitglied vom Förderverein: „Da sind Musikfarben“. Der heimische Künstler Werner Kollhoff animierte zum Farbenspiel. Viele Besucher malten ein Kästchen im Gästebuch aus, das Anna-Sarah Sichelschmidt hütete.

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