Daniel Gräfe wechselt von AfD zu Linken

Ennepetal..  Nach der juristischen Auseinandersetzung mit Hans-Jürgen Braselmann und dem Streit um Frank Scherie und dessen rechtspopulistische Propaganda hat der Ennepetaler Daniel Gräfe am späten Freitagabend der AfD seinen Parteiaustritt mitgeteilt und ist mit sofortiger Wirkung der Partei Die Linke beigetreten.

Gegen den Politiker, der bereits für die SPD und die CDU im Ennepetaler Stadtrat saß, ist es bereits in jungen Jahren der dritte Parteiwechsel. Er griff damit auch dem möglichen Ergebnis eines Parteiausschlussverfahrens vor, das nach der Kommunalwahl wegen parteischädigenden Verhaltens gegen ihn angestrengt wurde. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war allerdings derselbe, der den ganzen Streit erst entzündete: Frank Scherie.

Der Ennepetaler hatte unter dem Dach der AfD Ennepe-Ruhr rechtspopulistische Plakate und Schriften entworfen, die auch in Ennepetal verteilt worden sind. Der Kreisvorstand um Dr. Thomas Heidenreich unterband dies umgehend. Scherie trat von allen Ämtern zurück – unter anderem war er stellvertretender Arnsberger Bezirkssprecher und damit zweiter Mann im halben Bundesland. Wenige Wochen nach dem Skandal wurde Frank Scherie am vergangenen Dienstag allerdings exakt auf diesen Posten wieder gewählt.

„Mit großer Enttäuschung muss ich heute feststellen, dass die AfD nach meinem persönlichen Eindruck eine Mogelpackung ist“, sagt Daniel Gräfe.

 
 

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