Damwild-Nachwuchs im Gehege

Das Wildgatter in Gevelsberg ist durch die wochenlangen Verschönerungsmaßnahmen deutlich attraktiver geworden. Im Gruppenbild zu sehen: Gatterbetreuer Dirk Huckenbeck, Götz Bernecker und Heido Pathe mit Kindern und Junghirsch Tommy.
Das Wildgatter in Gevelsberg ist durch die wochenlangen Verschönerungsmaßnahmen deutlich attraktiver geworden. Im Gruppenbild zu sehen: Gatterbetreuer Dirk Huckenbeck, Götz Bernecker und Heido Pathe mit Kindern und Junghirsch Tommy.
Foto: Andreas Reinshagen

Gevelsberg..  Das Wildgatter in Gevelsberg ist durch die wochenlangen Verschönerungsmaßnahmen deutlich attraktiver geworden. Auch der Nachwuchs des Damwilds sorgt jetzt wieder für ein noch schöneres Ausflugsziel inmitten der Natur.

In einem abgelegenen Waldstück liegt das Wildgatter am Ende der Kirchwinklerstraße. Hier auf dem Parkplatz am Neuen Forsthaus endet die schmale Asphaltstraße. Die Zeit scheint hier auch ein wenig stehen geblieben zu sein, denn außer dem idyllischen Café empfängt den Besucher förmlich die pure Natur des Gevelsberger Stadtwaldes.

Junghirsch von Hand groß gezogen

Ein Waldweg führt an dem Damwildgatter des Verschönerungsvereins vorbei. In Sichtweite sind auch schon einige der knapp zwanzig Tiere zu sehen. „Auf Menschen reagieren sie allerdings eher scheu, leben in den Wäldern zurückgezogen“, sagt Gatterbetreuer Dirk Huckenbeck.

Nur ein Damhirsch verhält sich auffällig neugierig, kommt gar auf die Zaungäste zu, schnüffelt mit seiner Nase nach den neugierigen Besuchern. Das kuriose an Junghirsch „Tommy“ ist: Er wurde von seiner Mutter nicht angenommen, von den Gatterbetreuern dann per Hand aufgezogen. „Viele Besucher kommen natürlich seinetwegen“, sagt Heidi Pathe, „er ist nämlich an Menschen gewöhnt und lässt sich streicheln wie ein Hund.“ Doch neben Tommy gibt es gleich mehrere Ereignisse zu bestaunen. Zweimal im Jahr wechselt das Damwild dazu die Fellfärbung. Bei einigen Tieren ist nämlich auf der Oberseite noch eine dunkelbraune Färbung zu erkennen, ein Zeichen für das Winterfell. Jetzt im Juni färbt sich das Fell hell-rötlich. Die Tiere bekommen dann zusätzlich auch weiße Flecken.

Der Sommermonat ist aber auch die Zeit für den Nachwuchs der Wildtiere. „Am Mittwoch ist das erste Kalb gekommen“, verrät Pathe. In den nächsten beiden Wochen können aber durchaus noch weitere Tiere kommen. Bis zu acht Jungtiere seien dann demnächst in Gevelsberg zusätzlich zu bestaunen, so die Prognose der örtlichen Wildtierexperten. Doch neben dem Nachwuchs hat sich auch im Gatter eine ganze Menge getan. Der Verschönerungsverein Gevelsberg hatte in den letzten Monaten als Eigentümer des Geheges intensiv Umbauarbeiten durchführen können. Zehn fast drei Meter hohe Apfelbäume bieten dem Damwild nun einen abwechslungsreichen Speiseplan. Bis zu 500 Äpfel essen die Tiere durchschnittlich im Jahr. Für den Nachwuchs haben die Aktiven dann zusätzlich noch sogenannte „Totholzhecken“ aufgebaut. Angesammeltes Holz liegt nun auf zwei freien Flächen auf einem Haufen und dient künftig als natürlicher Schutz für die Mütter mit den neugeborenen „Kälbern“. „Wir wollen damit zeigen, wie viel sich schon getan hat und mit unserem neuen Angebot zusätzlich auch Familien ansprechen“, sagt Bettina Bothe vom Verschönerungsverein Gevelsberg.

Ein weiteres Angebot bietet auch das benachbarte Forsthaus mit selbst gemachten Waffeln zum Café für Waldspaziergänger. Auf der Terrasse am Gehege können nämlich die Tiere aus nächster Nähe in gemütlicher Atmosphäre bestaunt werden.

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