Da schlägt das Wanderherz höher

Bürgermeisterwandertag in Ennepetal, hier an der Station Bahnhof Ennepetal / Gevelsberg. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und eine Delegation aus Vilvoorde nahmen am Wandertag rund um Ennepetal teil.
Bürgermeisterwandertag in Ennepetal, hier an der Station Bahnhof Ennepetal / Gevelsberg. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und eine Delegation aus Vilvoorde nahmen am Wandertag rund um Ennepetal teil.
Foto: Christina Makarona

Ennepetal.  Was gewinnt man? „Tolle Eindrücke, auch wenn es anfangs wie aus Eimern schüttete“, sagte Klaus Oehm, der leidenschaftliche Wanderer. Kaum einer hatte gekniffen, alle machten sich auf den Weg..

Die Teilnehmer des 6. Bürgermeisterwandertages „Rund um Ennepetal“ erlebten auf vielen Kilometern sportliche Gemeinsamkeit, wie das „Wanderherz Jost Störring“ betonte. Einmal mehr war er der „Besen-Mann“, der als Letzter ging, ein wachsames Auge darauf warf, dass niemand vom Wege abkam.

40 Anmeldungen mehrals im vergangenen Jahr

„Die Natur genießen, etwas für die Gesundheit tun und das noch mit vielen netten Gleichgesinnten, ist doch eine gelungene Kombination“, so Ennepetals Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, der mit Ehefrau Ilona die Stecke ab Bahnhof bis Hasperbach gewählt hatte.

Begleitet wurde er erstmals von seinem Amtskollegen der belgischen Partnerstadt Vilvoorde, Marc van Asch und dessen Ehefrau Annemie.

Wiggenhagen machte im Frühjahr selbst eine Wanderung von Maastricht nach Vilvoorde. Da drängte es sich förmlich auf, van Asch zu fragen, ob er nicht Lust habe, nach Ennepetal zu wandern. Das sei ihm zu weit, habe van Asch geantwortet, aber wandern würde er schon gern. Wiggenhagen machte ihm den Bürgermeisterwandertag schmackhaft . „Marc van Asch hat das Angebot mitzuwandern, spontan angenommen.“

Marc van Asch kam mit Leo van Rode, dem ehemaligen Schepen für Kultur und Sport und dessen Frau Ulrike, die aus dem Sauerland stammt; dort war Leo van Rode in den Siebzigern einmal Schützenkönig.

Klar, dass auf der Bürgermeisterwanderung Erinnerungen an die „Vilvoorder Wanderung“, immerhin 120 Kilometer in fünf Tagen, Gesprächsthema waren.

Auch dieses Jahr waren etliche Wanderfreunde früher unterwegs, als die Vögel aus den Federn kriechen. Wie die Wandergruppe um Jost Störring, die um 5.40 Uhr an der Heilenbecke startete. „Für mich hieß es um 4 Uhr: Husch, husch, raus aus dem Bett“, so Störring.

136 Online-Anmeldungen (40 mehr als im letzten Jahr) haben vorgelegen, so Störring. Erfahrungsgemäß sei die Zahl derjenigen, die spontan teilnehmen, weitaus größer.

Die 56 Kilometer wurden erlaufen, erwalkt, erwandert. Die Strecken waren frei wählbar zwischen etwa 11, 22, 33, 44 und 56 Kilometern.

Zentraler Veranstaltungsort war das Bremenstadion. Von dort ging es hinaus in die Ferne. Die Aktiven wurden zum jeweiligen Startpunkt der Teilstrecke befördert oder von dort wieder zurück zum Stadion gebracht. Zu den Stationen neben Heilenbecke und Bahnhof Ennepetal, wo auch Rast eingelegt werden konnte, gehörten noch Meier am Külchen, Hasperbach am Ahlberg und Peddenöde. Die einzelnen Wanderungen wurden von Ortskundigen begleitet.

Kein Wetter würdeHildegard Frede abhalten

Hildegard Frede, zum dritten Mal dabei, und ihre RWB-Freunde (Rot-WeissBüttenberg) hatten die Strecke Hasperbach bis Peddenöde gewählt. „Das ist eine tolle Geschichte, und kein Wetter würde mich davon abhalten, mitzumachen.“Gab es unterwegs Möglichkeiten, „mal eben“ zu verschwinden? „Wen unterwegs ein dringendes Bedürfnis plagt, muss sich ein Plätzchen suchen. Möglichst nicht unter einer Stechpalme“, schmunzelte Störring.

Am Bahnhof Ennepetal wurden die Aktiven von Carola Voß und Eva Abel (Skigemeinschaft) mit frischem Obst und Müsli versorgt. Mehr als 40 Ehrenamtliche begleiteten während des Wandertages die Sportlichen auf ihren Etappen und versorgten sie an den Stationen. Im Einsatz war auch das DRK.

Zum 6. Mal dabei waren die lustigen „Williams-Brüder“, die die komplette Strecke bewältigten.

Jost Störring: „Jeder kann bei uns mitmachen. Über neue Gesichter freuen wir uns immer.“

 
 

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