CO²-Minderung um 15 Prozent

ubert Grobecker links überreicht Bürgermeisterin Imke Heymann  das „Integrierte Klimaschutzkonzept Ennepetal“. Auch Schülern der Sekundarschule Ennepetalsind bei der Abschlussveranstaltung zum Klimaschutz dabei.
ubert Grobecker links überreicht Bürgermeisterin Imke Heymann das „Integrierte Klimaschutzkonzept Ennepetal“. Auch Schülern der Sekundarschule Ennepetalsind bei der Abschlussveranstaltung zum Klimaschutz dabei.
Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal..  Es ist schon ein dickes Buch, und es hat es in sich: Zukunftsaussagen, Handlungsempfehlungen. Es ist das auch mit Bürgern erarbeitete „Integrierte Klimaschutzkonzept Ennepetal“, das erste gedruckte. Diplom-Ingenieur Hubert Grobecker vom e&u Energiebüro überreichte es Bürgermeisterin Imke Heymann in der gut besuchten Abschlussveranstaltung zum Klimaschutz in Ennepetal.

In der Sitzung des Rates der Stadt am 24. November soll es beschlossen werden. Nach den Vorberatungen im Umweltausschuss deutet alles daraufhin, dass der Rat der Stadt das Klimaschutzkonzept als wichtige Arbeitsgrundlage annimmt.

Strombedarf senken

Erstes Ziel ist es, bis 2026 eine CO-²-Minderung um 15 Prozent durch Energieeinsparung und Steigerung des Einsatzes von Erneuerbaren Energien und vermehrte Kraft-Wärme-Kopplung zu erzielen. So müsse der Strombedarf in den Haushalten sinken und in den Industrieunternehmen Energie effizienter genutzt werden. Das dies durchaus möglich ist, wurde im Haus Ennepetal deutlich. „Wir stehen erst am Anfang“, betonte Bürgermeisterin Imke Heymann.

Klimaschutzmanager für drei Jahre

Ein zunächst für drei Jahre bei der Stadtverwaltung angesiedelter Klimaschutzmanager soll den Kontakt mit Unternehmen und Bürgern suchen, Veränderungen anstoßen und den Weg zu Fördermitteln frei machen. Imke Heymann geht davon aus, dass die Arbeit des Klimaschutzmanagers sich selbst trägt mit Hilfe von Fördermitteln.

Ein gutes Beispiel für Energieeinsparungen gibt das Unternehmen Febi (bilstein group). Sebastian Höfinghoff, der u. a. als Projektleiter für den Produktionsablauf im Neubau auf dem ehemaligen Bauer-Gelände an der Bösebecker Straße tätig ist, zeigte auf, was sich im Unternehmen an der Wilhelmstraße nach Untersuchungen und fachlicher Beratung positiv verändert hat. „Wir sparen dadurch viel Geld“, ließ er wissen. Die Produktionsabläufe im gerade erstellten Gebäude seien Energie sparend ausgerichtet. Jan Siekermann, einer der beiden Geschäftsführer der bilstein group sagte: „Wichtig für uns ist auch die Einsparung von Ressourcen. Es lohnt sich, auch wirtschaftlich.“ Siekermann wies daraufhin, dass sein Unternehmen Fördermittel bekommen habe.

Rabea Kreikenbaum, die erst im Juli die Wirtschaftsförderung in der Stadtverwaltung übernahm betonte, auch Kontakte herstellen zu wollen, wenn Unternehmen ihre Energiekonzepte überarbeiten möchten.

Erfrischend schön war der Auftritt der Schüler der Sekundarschule. Katrin Trettin vom Energiebüro entlockte ihnen Aussagen zum Radverkehr in Ennepetal. Die Mädchen und Jungen plädierten u. a. für sichere Fahrradwege, so z. B. zum Bad Platsch. Sie hatten eine große Fragebogenaktion gestartet und ausgewertet. „Die Ergebnisse sind im Klimaschutzkonzept eingearbeitet“, betonte Hubert Grobecker. Auch Heinz Ehmann von „pro Rad EN“ warb in einem Beitrag für sichere Radwege.

Viele Beteiligte

In ihrem Schlusswort betonte Bürgermeisterin Imke Heymann: „Wir brauchen bei der Umsetzung des Konzeptes Unterstützung von allen Bürgern. Beim Abarbeiten der Konzeptvorschläge müssen wir darauf achten, dass es sich auch rechnet.“ Schon zum Beginn der Veranstaltung hatte Imke Heymann die Mitarbeit von Bürgern und Verwaltung gewürdigt. „Ennepetal ist nur ein Stein im großen Ganzen“, sagte sie. Die Folgen des Klimawandels seien aber auch in Ennepetal zu spüren. Bei der bisherigen Diskussion um das Klimaschutzkonzept (diese Zeitung stellte es ausführlich vor) sei man nicht immer einer Meinung gewesen. Das müsse man auch nicht. „Ich bin aber froh, dass wir mit dem vorliegenden Klimaschutzkonzept einen Weg gefunden haben“, sagte Imke Heymann.

 
 

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