Bunte Vielfalt beim internationalen Frauentag

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Foto: WP

Gevelsberg..  Die Kassen sind überall leer, die Ziele ohnehin in etwa gleich und die beiden vergangenen Auflagen haben gezeigt, dass die Gleichstellungsstellen aus dem Südkreis gemeinsam einiges bewegen können. Da stellte sich die Frage gar nicht, dass sie anlässlich des internationalen Frauentages erneut auf bewährte Synergien setzen und zusammen ein Programm auf die Beine stellen. Unter dem Titel „weiblich, vielfältig, lebendig – Frauen in unseren Städten“ stehen deshalb am Freitag, 6. März, von 15 bis 18 Uhr an der Volkshochschule in Gevelsberg diesmal Frauen mit Migrationshintergrund im Fokus.

Expertentalk und Projektmarkt

Die entsprechenden Expertinnen für Chancengleichheit aus den Städten Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm und Sprockhövel sowie aus der Kreisverwaltung der Volkshochschule Ennepe-Ruhr-Süd greifen ohnehin seit sieben Jahren gemeinsam Themen auf, die die Frauen in der Region bewegen. So vermochten es die Akteurinnen erneut, ein Programm für den internationalen Frauentag auf die Beine zu stellen, das ernste Fragen gleichermaßen anspricht wie für Unterhaltung sorgt und ebenso als Kontakt- und Informationsbörse dient.

„Wir wollen einen positiven Blick auf die kunterbunte Bevölkerung richten, Lebenswege- und Träume verfolgen und einen Bogen zwischen Orient und Okzident spannen“, bringt Christel Hofschröer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gevelsberg die Intention des Tages auf den Punkt.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Claus Jacobi und die Betreiberinnen des Bunten Salons wird die Schwelmer Kunstexpertin Heike Rudolph die Vernissage „Ankommen“ der Gevelsberger Künstlerin Renate Schmidt-Vogt eröffnen. „Ich habe 17 neue oder überarbeitete Bilder zu diesem Thema zusammengestellt“, sagt die Malerin. Der mit Sicherheit spannendste Teil beginnt ab 16.30 Uhr – dann finden Talkrunden im Foyer des Gebäudes Mittelstraße 86 bis 88 statt, die sich damit befassen, wie Integration gelingen kann und welche Rolle die Frauen in den heimischen Städten dabei spielen. Zunächst wird Aysun Tarhan sich den Fragen der VHS-Mitarbeiterin Rita Miegel stellen. Sie arbeitet für das Ümsi-Projekt – „Übergangsmanagement Migration – Sprache – Integration“ – und begleitet Frauen nach ihrem Integrationskursus auf dem Weg in eine geregelte Arbeitsstelle.

Anschließend wird Sabine Hofmann von der Stadt Ennepetal mit Teilnehmerinnen aus Integrationsräten, Frauencafés und Politik in den Dialog treten, bevor die Gevelsberger Frauenärztin Dr. Susanne Grothey von Christel Hofschröer interviewt wird. Sie ist im medizinischen Auftrag in Nepal, Dubai und Sri Lanka unterwegs, hat zahlreiche Patientinnen in ihrer Praxis mit Migrationshintergrund und freut sich bereits jetzt riesig auf den Tag.

„Auf so etwas habe ich schon Ewigkeiten gewartet. Ich glaube hier finden Frauen passgenaue Angebote, von denen sie bisher noch nicht einmal ahnen, dass es sie gibt“, sagt sie und könnte die Werbetrommel für die dritte gemeinsame Auflage des internationalen Frauentag im EN-Südkreis kaum besser rühren. Dort werden sich nämlich etliche Institutionen auf dem Projektmarkt präsentieren.

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